Busreiseziele: Tipps für eine Städtereise nach Tallinn

Busreiseziele: Tipps für eine Städtereise nach Tallinn

Gerade wenn es um Städtetrips geht, sind Busreisen sehr beliebt. Doch es müssen nicht immer nur Klassiker wie Paris, London, Prag oder Berlin sein. Eine echte Alternative ist Tallinn.

Tallinn ist die Hauptstadt von Estland. Übersetzt bedeutet Tallinn dänische Stadt, was schon einmal ein kleines Stück der Geschichte erzählt. Durch die Lage am finnischen Meerbusen war Tallinn früher eine wichtige Hansestadt. Heute beeindruckt die Stadt im Baltikum durch ihren gelungenen Mix aus Tradition, historischem Charme und Moderne.

Durch kleine Gässchen mit Kopfsteinpflaster, altehrwürdige Stadtmauern und Wachtürme oder imposante Kathedralen fühlt sich der Besucher wie ins Mittelalter zurückversetzt. Doch gleichzeitig gehört Tallinn zu den modernsten Städten in Europa. Für diejenigen, die nach einem schönen Ziel für ihre nächste Busreise suchen, haben wir im Folgenden als kleine Anregung ein paar Tipps für eine Städtereise nach Tallinn zusammengestellt.

 

Tipp 1: Tallinns Altstadt

Klein, gemütlich, charmant, verträumt und urig – so lässt sich Tallinns Altstadt ganz gut beschreiben. Der Besucher kann die Altstadt am besten bei einem gemütlichen Bummel durch die Straßen und Gassen erkunden. Während er über das Kopfsteinpflaster schlendert, kommt er an Häusern mit historischen Steinfassaden oder bunten Holzfassaden, urigen Toren und hübschen Fensterläden vorbei.

Irgendwann gelangt er dann an den Rathausplatz, dem Mittelpunkt der Stadt. Hier steht nicht nur das prächtige Rathaus, sondern auch eine alte Apotheke, die schon seit 1442 existiert und in der einst sogar ein russischer Zar seine Medikamente bestellte.

Daneben reihen sich in der Altstadt zahlreiche Restaurants, Cafés und Bars aneinander. Möchte sich der Besucher stärken, sollte er zum Frühstück Grießbrei mit Butter und Marmelade oder Spiegelei mit Speck probieren. Zum Mittag- oder Abendessen kann er sich Piroggen schmecken lassen. Piroggen sind kleine Teigtaschen, die mit verschiedenen Füllungen wie einer pikanten Kartoffel-Quark-Masse, Pilzen, Kohl oder Fleisch erhältlich sind. Und auch den Kräuterlikör Vana Tallinn sollte sich der Besucher nicht entgehen lassen.

 

Tipp 2: die Stadtmauer

Tallinns Altstadt ist von einer gut erhaltenen Stadtmauer umgeben. Strenggenommen sind es sogar zwei Stadtmauern, denn die eine Stadtmauer umschließt die Oberstadt und die andere Stadtmauer die Unterstadt. Früher waren die Pforten zwischen den beiden Stadtteilen nachts geschlossen. Wer zu spät kam, musste deshalb bis zum nächsten Morgen warten, bis er auf die andere Seite konnte. Es lohnt sich, an der Stadtmauer entlang zu spazieren. Denn die vielen alten Wehrtürme und Stadttore, die so lustige Namen wie „Langer Herrmann“ oder „Dicke Margarethe“ haben, bieten herrliche Fotomotive.

Unbedingt einen Besuch wert ist außerdem der „Kiek in de Kök“. Was im ersten Moment niederländisch klingt, ist in Wirklichkeit ein Teil der deutsch-dänischen Geschichte. Bis 1889 war die Amtssprache in Tallinn nämlich Deutsch.

Der „Kiek in de Kök“ war früher ein Kanonenturm. Da er mit einer Höhe von 38 Metern die im Mittelalter typischen Häuschen deutlich überragte, scherzten die Turmwachen, dass sie von ihrem Posten aus sehen konnten, was in den Küchen der umliegenden Häuser geschah. „Kiek in de Kök“ bedeutet übersetzt soviel wie „Guck in die Küche“. Heute ist im obersten Stock des Turms ein Café untergebracht. Hier gibt es nicht nur leckeren Kuchen, sondern auch einen tollen Ausblick über die Altstadt.

Möchte der Besucher ganz Tallinn überblicken, ist er auf einem der beiden Aussichtspunkte auf dem Domberg gut aufgehoben. Wer schwindelfrei und ein bisschen abenteuerlustig ist, kann den Fernsehturm aufsuchen. In 175 Metern Höhe ist vom Edgewalk aus bei gutem Wetter sogar ein Blick auf die finnische Küste möglich.

 

Tipp 3: die Alexander-Newski-Kathedrale

Ein wunderschönes Beispiel für ein Bauwerk der russisch-orthodoxen Kirche ist die Alexander-Newski-Kathedrale. Von außen ist die Kathedrale an den typischen Zwiebeltürmen zu erkennen. Der Innenraum beeindruckt mit einem prächtigen Mosaikboden, kostbaren Ikonen, edlen Gemälden und Goldverzierungen soweit das Auge reicht.

 

Tipp 4: das Schloss Kadriorg

Etwas außerhalb des Stadtzentrums liegt Schloss Kadriorg, das liebevoll auch das Kronjuwel Tallinns genannt wird. Das Schloss war einst die Sommerresidenz von Zar Peter I. Genaugenommen wurde das Schloss, das in seiner Architektur an Schloss Versailles angelehnt ist, für die Ehefrau des Zaren gebaut. Vielleicht ist das der Grund für die auffällige Fassade, die in einem kräftigen Rosa erstrahlt.

Im Schloss ist auch ein Kunstmuseum untergebracht. Knapp 9.000 Exponate laden zu einem Streifzug durch die russische und die westeuropäische Geschichte ein. Nach dem Schlossbesuch kann sich der Besucher ein schattiges Plätzchen unter einem der Bäume im wunderschönen Schlosspark suchen und ein wenig entspannen. Die leichte Brise, die ihm dabei um die Nase wehen wird, kommt übrigens direkt von der nur wenige Meter entfernten Ostsee.

 

Tipp 5: Kunsthandwerk und Gegenstände aus Wachholderholz

Schmuck und andere Arbeiten aus Bernstein sowie Matrjoschkas werden in Tallinn an jeder Straßenecke angeboten. Typisch estnisch sind diese Souvenirs aber nicht. Möchte der Besucher ein echtes Estland-Andenken für sich oder seine Lieben zu Hause mitnehmen, sollte er sich für Küchenutensilien aus Wachholderholz entscheiden. Die kunstvoll geschnitzten Buttermesser, Untersetzer, Teller oder Bierkrüge sehen nicht nur toll aus, sondern behalten noch lange den Duft der rauen Natur des Nordens.

Auf der Suche nach einem schönen Reiseandenken lohnt sich auch ein Bummel durch die St. Katharinenpassage. In der kleinen, engen Gasse mit ihrem Kopfsteinpflaster und den schiefen Häusern ist die St. Katharinengilde zu Hause.

Deshalb sind hier sehr viele Handwerker und Kunsthandwerker zu finden. Die Arbeiten bewegen sich zwar in einer anderen Preisklasse als die typischen Touristensouvenirs. Aber dafür kann sich der Besucher an einem wirklichen Kunstwerk erfreuen. Und selbst wenn er nichts kaufen möchte, sollte er einmal durch das Gässchen schlendern und das mittelalterliche Flair genießen.

 

Tipp 6: Tallinn und das Internet

Tallinn ist eine entzückende Stadt, der es gelungen ist, sich den Charme und die Romantik längst vergangener Tage zu bewahren. Doch auch wenn die Stadt ruhig und verträumt wirkt, so zeigt sich am Wochenende, nach Sonnenuntergang ein anderes Bild. Denn Tallinn ist auch eine echte Partystadt, in der jedes Wochenende unzählige Feierfreudige um die Häuser ziehen und die Nacht zum Tag machen. Ob Kneipentour, feuchtfröhlicher Ausflug mit den Mädels oder Junggesellenabschied: In Tallinn wird Party gemacht, was das Zeug hält.

Und dann gibt es da noch das moderne, technikverliebte Tallinn. In der Stadt, in der „Skype“ erfunden wurde, lässt sich der ganze Alltag ganz bequem per SMS, Chipkarte auf dem Personalausweis und Internet organisieren.

Um Dokumente zu beantragen, an einer Wahl teilzunehmen oder ein Unternehmen zu gründen, reichen wenige Klicks aus. Schüler haben eigene Schüler-Laptops und weil alle Institutionen und Haushalte gut vernetzt sind, klappt die Kommunikation schnell und reibungslos. Der Besucher profitiert natürlich ebenfalls davon. Denn fast überall in der Stadt steht ihm kostenfrei WLan zur Verfügung.

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