Reisetipp für Busreisen: Saint-Malo im Norden Frankreichs, 1. Teil

Reisetipp für Busreisen: Saint-Malo im Norden Frankreichs, 1. Teil

Wer sich für Geschichte interessiert, auf den Spuren von Piraten wandeln möchte und schöne Sandstrände zu schätzen weiß, ist in Saint-Malo im Norden Frankreichs bestens aufgehoben.

Was die einstige Piratenstadt alles zu bieten hat, verraten wir in unserem Reisetipp!

Saint Malo Frankreich

Saint-Malo liegt im Departement Ille-et-Vilaine an der Nordküste der Bretagne. Das Wetter ist zwar manchmal rau und windig, doch davon sollte sich der Reisende nicht abschrecken lassen.

Denn zum einen sind vor allem im Sommer auch oft warme Sonnentage drin. Und zum anderen hat die französische Stadt für jeden Geschmack etwas zu bieten. Nicht umsonst zählt Saint-Malo inzwischen zu den beliebtesten Reisezielen in Frankreich.

Dabei lohnt sich eine Reise das ganze Jahr über. Durch die Nähe zu Frankreich bietet sich das Ziel außerdem optimal für eine Busreise an. Aber genug der Vorrede!

In einem zweiteiligen Beitrag stellen wir die
wunderschöne bretonische Piratenstadt vor:

 

Die Altstadt von Saint-Malo

Allein die Altstadt von Saint-Malo wird den Besucher verzaubern. Eingerahmt von der imposanten historischen Stadtmauer, reihen sich hier viele kleine Häuschen aus Stein aneinander und verbinden sich zu kleinen, verwinkelten Gassen. Die hübschen Lädchen und die typisch französischen Cafés laden dazu ein, bretonische Spezialitäten zu genießen, gemütlich zu bummeln oder das bunte Treiben zu beobachten.

Nach dem Bummel durch die Gassen der Altstadt kann der Besucher seinen Weg in Richtung Meer fortsetzen. Dabei trifft er auf die rund zwei Kilometer lange Stadtmauer. Hört er genau hin, kann er hören, wie die Wellen gegen die frühere Wehrmauer schlagen.

Von der Stadt und den Stränden aus gibt es mehrere Aufgänge. So kann der Besucher jederzeit einen Abstecher auf die Stadtmauer machen und von hier aus den herrlichen Blick aufs Meer und die Stadt genießen. Für eindrucksvolle Bilder sorgen dann auch die beiden Festungen Fort du Petit Bé und Fort National. Sie liegen vor der Stadt und waren früher am Schutz von Saint-Malo beteiligt.

Läuft der Besucher weiter auf der Stadtmauer entlang, dreht er gewissermaßen eine Runde um die Stadt. Und auf diesem Rundgang kann er sich die alten Stadttore und Türme anschauen.

An einigen Stellen kommt er außerdem an den alten Kanonen vorbei, mit denen sich die Einwohner von Saint-Malo früher gegen Angreifer und Feinde verteidigt haben. Steigt der Besucher hingegen hinab, erreicht er schon bald das Meer.

 

In die Geschichte von Saint-Malo eintauchen

In Saint-Malo werden viele verschiedene Führungen angeboten. Neben Tagführungen sind auch die sehr beliebten Führungen bei Nacht dabei. Die Teilnahme an einer geführten Tour durch die Stadt ist ideal, wenn der Besucher mehr über die Malouinen – so heißt die Einwohner der Stadt – die Korsaren und die Stadtgeschichte erfahren möchte.

Geht der Besucher lieber auf eigene Faust auf Entdeckungstour, kann er sich in einer der Touristeninformationen einen Audio-Guide ausleihen. Auch auf diese Weise kommt der Besucher an spannende und wissenswerte Infos.

Sollte das Wetter nicht mitspielen, ist der Besuch vom Museum der Geschichte Saint-Malos eine schöne Alternative. Das Museum ist im großen Wehrturm des Schlosses untergebracht und erzählt über fast 500 Jahre französische Seegeschichte. Nebenbei erlebt der Besucher auch gleich eine zweite Sehenswürdigkeit, denn das Schloss selbst ist ebenfalls sehenswert.

 

Die Strände von Saint-Malo

Steht dem Besucher nach viel Kultur, Geschichte und Altstadttrubel der Sinn nach einem entspannten Tag am Strand, hat er in Saint-Malo gleich mehrere Sandstrände zur Auswahl. Ein sehr beliebter Strand ist beispielsweise der Plage du Môle. Er liegt unterhalb der Stadtmauer und ist deshalb windgeschützt. Am Strand gibt es Duschen und eine Erste-Hilfe-Station, Rettungsschwimmer sorgen für die Sicherheit.

Ein anderer sehr schöner Sandstrand ist der Plage de Bon-Secours. Sportlich Aktive können hier verschiedene Wassersportarten ausprobieren. Zudem gibt es ein Meerwasser-Freibad, falls der Besucher lieber nicht im offenen Meer schwimmen möchte.

Ein weiteres Highlight ist der strandeigene Kinderclub. Hier werden die Kids gut versorgt, während die Eltern am Strand relaxen. Bars, Restaurants, Toiletten und Duschen gehören zum Serviceangebot an diesem Strand dazu.

 

Das Gezeitenkraftwerk von Saint-Malo

Interessiert sich der Besucher für Technik, kommt er im Gezeitenkraftwerk voll auf seine Kosten. Etwa 20 Autominuten von Saint-Malo entfernt, befindet sich das Kraftwerk in der Rance-Mündung. Etwa 600 Millionen Kilowattstunden elektrischer Energie werden jedes Jahr im Kraftwerk hergestellt. Dabei läuft der Betrieb alleine durch die Gezeiten, die gewaltige Generatoren antreiben. Bei Gezeitenunterschieden von bis zu zwölf Metern liefert das Meer aber auch jede Menge Kraft.

Erreicht der Besucher das Kraftwerk, wird er zunächst nur eine riesige Brücke sehen, die aufgeklappt werden kann, wenn sich Schiffe nähern. Doch der Besucher ist hier genau richtig. Denn die Technik versteckt sich unter der Fahrbahn. Im rund 300 Quadratmeter großen, multimedialen Ausstellungsbereich erfährt der Besucher alles Wissenswerte über die Funktionsweise des Kraftwerks. Der Eintritt ist kostenlos.

Im 2. Teil unseres Portraits über Saint-Malo gehen wir auf kulinarische Entdeckungsreise. Und wir verraten, welche Ausflugsmöglichkeiten es in der Nähe gibt.

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Inhaber bei Artdefects Media Verlag
Martin Schuster, 49 Jahre, Reisekaufmann, Timo Kropp, 42 Jahre, Reiseveranstalter und Marie Kusche, 37 Jahre, freiberufliche Reisejournalistin und Backpacker, sowie Christian Gülcan, Betreiber und Redakteur dieser Webseite, schreiben hier Wissenswertes, Tipps und Ratgeber zu Busreisen, Reisezielen und Sehenswürdigkeiten.
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