Tipps für eine Reise ins holländische Groningen, 3. Teil

Tipps für eine Reise ins holländische Groningen, 3. Teil

Groningen ist eine Provinz im Norden der Niederlande, die sich gleich aus mehreren Gründen ideal für einen Urlaub eignet. Dazu gehört die wunderbare Mischung aus studentischem Großstadt-Flair, Natur und Strand. Wer sich für Kunst und Kultur interessiert oder eine Städtereise unternehmen möchte, ist in Groningen genauso gut aufgehoben wie jemand, der Ausflüge in die Natur schätzt oder ganz entspannt ein paar Tage am Meer verbringen will. Hinzu kommt die Nähe zu Deutschland, die eine recht kurze und bequeme Anreise ermöglicht.

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Tipps für eine Reise ins holländische Groningen, 3. Teil

In einer mehrteiligen Beitragsreihe haben wir Tipps für eine Reise ins holländische Groningen zusammengetragen. Nach Basis-Infos im 1. Teil haben wir dabei im 2. Teil mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten in der gleichnamigen Provinzhauptstadt begonnen. Damit geht es nun auch weiter:

Der Reitdiep

Reitdiep ist ein Stadtjachthafen. Häuser im skandinavischen Stil mit bunten Fassaden spiegeln sich im Wasser und schaffen zusammen mit den chicen Motorjachten und den hübschen Segelbooten eine wunderbare Kulisse. Nicht umsonst zählt der Reitdiep zu den bekanntesten und beliebtesten Fotomotiven in Groningen.

Der Stadtjachthafen ist täglich zwischen 9 und 19 Uhr geöffnet. Mit dem Bus dauert die Fahrt von Groningens Zentrum bis zum Jachthafen keine zehn Minuten. Der Besucher kann gemütlich am Hafen entlang schlendern oder in eines der vielen Restaurants mit internationaler Küche einkehren.

Eine andere Möglichkeit ist, den Hafen mit einem Leihfahrrad zu erkunden. Zieht es den Besucher aufs Wasser, kann er sich mit einem Segelboot durch den Hafen schippern lassen.

Ein besonderes und sicher unvergessliches Erlebnis ist, wenn sich der Besucher ein kleines Motorboot mietet und damit in den Reitdiep fährt. Auf der Tour, die von der Innenstadt bis zum Wattenmeer führt, sieht der Besucher seinen Urlaubsort noch einmal aus einer ganz anderen Perspektive.

Mit dem Motorboot kann der Besucher direkt an einem der gut 200 Plätze im Hafen anlegen, die für Touristen und Besucher zur Verfügung stehen.

Grüne Oasen

In einer Liste mit Sehenswürdigkeiten in Groningen dürfen die vielen Parks nicht fehlen. Ein echtes Muss ist zum Beispiel die Festung Bourtange. Von der einstigen Verteidigungsanlage ist heute zwar nicht mehr viel übrig. Doch Bourtange gehört zu den wenigen Festungen in Europa, die nach ihrem Verfall wieder aufgebaut wurden.

So erstrahlt die eindrucksvolle Anlage, die als Grundriss ein Fünfeck hat, jetzt in neuem Glanz. Und ein paar historische Gebäude kann der Besucher nach wie vor besichtigen. So zum Beispiel die alte Schule, die Kirche, eine Mühle oder frühere Wohnhäuser.

Außerdem finden verschiedene Veranstaltungen statt, die die Geschichte mit Musketieren und Kanonieren lebendig werden lassen. Auch die Märkte in der Festung sind einen Besuch wert, allen voran der Weihnachtsmarkt an den ersten drei Adventswochenenden.

Eine herrliche Auszeit direkt in der Provinzhauptstadt verspricht der Noorderplantsoen. Bei schönem Wetter lädt der Park dazu ein, zu picknicken, eine Runde auf dem Fahrrad zu drehen, etwas Sport zu treiben und einfach nur die Sonne zu genießen.

Besonders schön in dem Park sind nicht nur die Grünflächen, sondern auch die vielen verschiedenen Wasseranlagen.

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Daneben sollte sich der Besucher etwas Zeit nehmen, um durch den Prinsentuin zu schlendern. Der Park befindet sich direkt neben der Martini-Kirche hinter dem Hotel Prinsenhof. Der Prinsentuin punktet mit einem botanischen Garten, der wunderschön angelegt ist.

Und obwohl der Park mitten in der Stadt liegt, gehört er zu den ruhigsten Orten in Groningen. Möchte der Besucher einen Moment der Stille genießen, ist er hier also goldrichtig.

Kunst in Groningen

Wenn es um Kunst geht, gibt es nicht die eine Sehenswürdigkeit, die der Besucher gesehen haben muss. Vielmehr ist die Stadt an sich ein großes Kunstobjekt mit unzähligen Facetten und kleinen Details. Bummelt der Besucher mit offenen Augen durch Groningen, wird er immer wieder auf  Besonderheiten stoßen.

Das kann ein kleines Bild aus Bronze sein, das in einen Pflasterstein geprägt ist, eine Wand voller bunter Graffiti oder ein Gebäude mit einer ungewöhnlichen Architektur. Im ersten Moment sind solche einzelnen Objekte vielleicht keine große Sache. Doch auf den zweiten Blick verschmelzen sie zu einem riesigen Gesamtkunstwerk.

Möchte der Besucher ganz gezielt Kunst bewundern, ist das Groninger Museum eine gute Adresse. Hier gibt es Ausstellungen zu Malerei, Grafik, Fotografie und anderen Kunstbereichen. Darunter sind auch Sammlungen, die vor allem Kinder ansprechen.

Das Museum hat von Dienstag bis Sonntag zwischen 10 und 17 Uhr geöffnet. Für Erwachsene kostet der Eintritt 15 Euro, Studenten ab 19 Jahren zahlen 10 Euro. Kinder und junge Erwachsene, die jünger sind als 19 Jahre, können das Museum kostenfrei besuchen.

Wochenmärkte in Groningen

Um in das alltägliche Leben einzutauchen, regionale Besonderheiten kennenzulernen und lokale Spezialitäten zu entdecken, eignen sich Wochenmärkte sehr gut. Außerdem gehört es zu einem Urlaub irgendwie dazu, ein bisschen einkaufen zu gehen und das eine oder andere Andenken zu erstehen.

Einen Besuch wert ist zum Beispiel der Vismarkt. Wenn der Besucher schon an Meer ist, liegt es schließlich nahe, frischen Fisch zu probieren.

Der Fischmarkt in Groningen finden immer dienstags, mittwochs und am Wochenende statt. Den Hering mit Zwiebeln oder die Groninger Spezialität Kibbeling, ein knusprig frittierter Fisch, sollte sich der Besucher nicht entgehen lassen.

Gut gestärkt, kann sich der Besucher dann auf den Weg zum Grote Markt machen. Dieser Markt wird am Dienstag, Freitag und Samstag abgehalten. Das Angebot besteht weniger aus Lebensmitteln, sondern vor allem aus Kleidung und Souvenirs. Doch die Atmosphäre ist einfach toll.

Außerdem gibt es auf dem Grote Markt eine weitere Spezialität, die für den Norden Hollands typisch ist. Die Rede ist von Eierballen, für die Eier zunächst gekocht, anschließend mit einer besonderen Panierung umhüllt und dann in Fett knusprig ausgebacken werden. Eierballen sind nicht nur köstlich, sondern zählen sogar zum immateriellen, kulinarischen Kulturerbe der UNESCO.

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Martin Schuster, 49 Jahre, Reisekaufmann, Timo Kropp, 42 Jahre, Reiseveranstalter und Marie Kusche, 37 Jahre, freiberufliche Reisejournalistin und Backpacker, sowie Christian Gülcan, Betreiber und Redakteur dieser Webseite, schreiben hier Wissenswertes, Tipps und Ratgeber zu Busreisen, Reisezielen und Sehenswürdigkeiten.

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