Tipps für eine Städtereise nach Hamburg, 1. Teil

Tipps für eine Städtereise nach Hamburg, 1. Teil

Durch den zweitgrößten Hafen in Europa ist Hamburg nicht nur ein buchstäbliches Tor zu Welt. Mit seinen rund 1,75 Millionen Einwohnern ist Hamburg zugleich die größte europäische Stadt, die keine Hauptstadt ist. Doch trotz der Größe wirkt die Metropole in einigen Vierteln eher wie eine Kleinstadt im beschaulichen Friesland. Urige Gassen mit hübschen Straßencafés laden zu einer gemütlichen Auszeit ein, während nur ein paar Meter weiter ein großes Einkaufszentrum mit zahlreichen Geschäften wartet.

Tipps für eine Städtereise nach Hamburg, 1. Teil

An der Binnenalster kann der Besucher im Sommer warme Sonnenstrahlen tanken und im Winter Schlittschuh laufen. Hamburg gehört jedenfalls zu den Orten, bei denen man sich nach einem Besuch gut vorstellen könnte, länger zu bleiben und sogar hier zu wohnen.

In einem mehrteiligen Beitrag verraten wir Tipps für eine Städtereise nach Hamburg!:

Die Anreise nach Hamburg

So gut wie alle Veranstalter von Busreisen haben Hamburg im Programm. Der Besucher kann ein Komplettpaket buchen, das neben der Busfahrt auch die Unterkunft und Ausflüge beinhaltet. Daneben bieten viele Veranstalter auch spezielle Touren nach Hamburg an, so zum Beispiel eine Städtereise kombiniert mit dem Besuch eines Musicals.

Möchte der Besucher die Stadt auf eigene Faust erkunden, sind Fernbusse eine kostengünstige Reisemöglichkeit. Natürlich kann er auch mit dem Zug fahren oder sein Auto nehmen. Ist die Entfernung recht groß, ist das Flugzeug eine weitere Möglichkeit.

Der Hamburger Flughafen liegt ungefähr eine halbe Stunde außerhalb der Innenstadt. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht der Besucher vom Flughafen aus innerhalb kurzer Zeit den Hauptbahnhof.

Vor Ort kann sich der Besucher eine Hamburg Card besorgen. Damit kann er die öffentlichen Verkehrsmittel und die Hafenfähren kostenfrei nutzen. Außerdem beinhaltet die Karte Rabatte für verschiedene Sehenswürdigkeiten und Museen. Etwas teurer ist der Hamburg City Pass.

Auch er schließt die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel ein. Zusätzlich dazu sind die Eintrittsgebühren für die wichtigsten Hamburger Sehenswürdigkeiten im Preis enthalten.

Die beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Hamburg

Eine Metropole wie Hamburg bietet natürlich eine große Anzahl an spannenden Orten und Plätzen, die einen Besuch wert sind. Und selbst wenn der Besucher schon mehrere Male in Hamburg war und die typischen Touristenziele kennt, wird er bei jedem Aufenthalt etwas Neues entdecken.

Als Anregung für das Besichtigungsprogramm nennen wir die Sehenswürdigkeiten, die sich der Besucher auf keinen Fall entgehen lassen sollte.

Die St. Michaeliskirche

Am besten fragt der Besucher an der Rezeption seines Hotels nach einem Stadtplan. So kann er sich einen Überblick über die Sehenswürdigkeiten verschaffen. Optimal ist eine Unterkunft in der Nähe der St. Michaeliskirche. Von hier aus kann der Besucher dann auf Erkundungstour gehen.

Die St. Michaeliskirche wird liebevoll der Hamburger Michel genannt und gehört zu den Wahrzeichen der Stadt. Außerhalb der Gottesdienste kann sie täglich von 10 bis 18 Uhr besichtigt werden.

Der Besucher sollte sich aber nicht nur die Kirche anschauen, sondern vor allem den Turm besteigen. Es kann zwar etwas anstrengend sein, die 452 Treppenstufen nach oben zu gehen.

Doch für seine Mühe wird der Besucher auf der Aussichtsplattform mit einem herrlichen Ausblick über die ganze Stadt belohnt. Besonders eindrucksvoll ist der „Nachtmichel“. Dabei steigt der Besucher den Turm im Dunkeln hinauf und kann seinen Blick über das Lichtermeer der nächtlichen Metropole schweifen lassen.

Die Reeperbahn

Ungeachtet aller abgedroschenen Klischees wäre ein Aufenthalt in Hamburg ohne Besuch der Reeperbahn einfach nicht komplett. Tagsüber kann sich der Besucher direkt vom Michel aus auf den Weg in Richtung Kiez machen. Anschließend kann er auf einer Straßenseite über die Reeperbahn schlendern, am Straßenende umkehren und auf der anderen Straßenseite zurückgehen.

Auf diese Weise kann er gemütlich einen Blick in die Fenster der vielen Geschäfte und die Eingänge der Bars werfen.

Wirklich verrucht und sündig ist die Reeperbahn heutzutage nicht mehr. Zuhälter mit dekadenten Goldketten, die begleitet von muskelbepackten Aufpassern aus dicken Sportwagen steigen und mit Geldbündeln wedeln, sind Relikte aus längst vergangenen Tagen.

Mittlerweile ist die Reeperbahn eher eine Attraktion für Touristen. Ecken wie die Herbertstraße, in denen es noch etwas wilder zugeht, sind Männern vorbehalten. Trotzdem ist der Kiez nun einmal Kult.

Bei Gelegenheit kann der Besucher noch einen Abstecher zur vielleicht berühmtesten Polizeistation Deutschlands machen. Die Davidwache ist am Spielbudenplatz 31 in einem Gebäude aus rotem Backstein untergebracht. Neben zahlreichen Reportagen ist sie auch durch die ARD-Serie „Großstadtrevier“ bekannt.

Der Hafen und die Landungsbrücken

Natürlich gibt es auch in anderen Städten Häfen, doch der Hamburger Hafen ist ein besonderer Höhepunkt und ein Markenzeichen der Stadt. Der Slogan „Das Tor zur Welt“ kommt nicht von ungefähr.

Der Besucher hat tatsächlich das Gefühl, die weite Welt wäre zum Greifen nah. Während auf der einen Seite die großen Kreuzfahrtschiffe anlegen, werden auf der anderen Seite riesige Tanker ausgeladen. Dazwischen fahren die kleinen Kutter und Ausflugsboote.

Geht der Besucher von der Reeperbahn aus in Richtung der Landungsbrücken, sieht er den Hamburger Hafen in seiner ganzen Pracht. Auf der gegenüberliegenden Seite der Elbe erheben sich die vielen Kräne, die für das typische Panorama sorgen. Etwas weiter erscheint das Zelt, in dem das berühmte Musical „König der Löwen“ beheimatet ist.

Nach einem kurzen Spaziergang erreicht der Besucher dann den Elbstrand, der in der warmen Jahreshälfte zum Relaxen einlädt. Ein Sonnenuntergang am Hafen ist vielleicht das schönste Bild, das der Besucher von der Metropole bekommen kann.

Spielt das Wetter mit, sollte der Besucher eine Schifffahrt machen. Statt einer teuren Hafenrundfahrt kann er dazu ein Linienboot nehmen und von den Landungsbrücken bis nach Neumühlen fahren. Die Linienboote kann er mit einem ganz normalen Ticket für die öffentlichen Verkehrsmittel in Hamburg nutzen.

Während der Fahrt eröffnet sich ein spannender Blick auf den Hafen. Ab Neumühlen kann der Besucher durch Blankenese und das Treppenviertel spazieren, vorbei an den kleinen hübschen Häuschen, die früher von den Hafen- und Schiffsarbeitern bewohnt wurden.

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Martin Schuster, 49 Jahre, Reisekaufmann, Timo Kropp, 42 Jahre, Reiseveranstalter und Marie Kusche, 37 Jahre, freiberufliche Reisejournalistin und Backpacker, sowie Christian Gülcan, Betreiber und Redakteur dieser Webseite, schreiben hier Wissenswertes, Tipps und Ratgeber zu Busreisen, Reisezielen und Sehenswürdigkeiten.

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