Tipps für einen Urlaub in Zürich, Teil 2

Tipps für einen Urlaub in Zürich, Teil 2

Die Alpen, idyllische Bergseen, leckerer Käse, feinste Schokolade, edle Uhren und Banken: Das sind Dinge, die den meisten zur Schweiz einfallen. In Zürich begegnet der Reisende dem und noch weit mehr. Nicht umsonst ist die Schweizer Stadt regelmäßig unter den Orten mit der weltweit höchsten Lebensqualität gelistet.

Tipps für einen Urlaub in Zürich, Teil 2

Von Deutschland aus ist es nicht besonders weit bis nach Zürich. Deshalb ist die Schweizer Metropole ein schönes Ziel für einen kurzen Städtetrip oder ein verlängertes Wochenende, eignet sich aber natürlich genauso für einen längeren Aufenthalt.

In einem zweiteiligen Beitrag geben wir Tipps für einen Urlaub in Zürich. Dabei ging es in Teil 1 um die Anreise, die Zürich Card, die schönsten Aussichtspunkte sowie die Gastronomie und das Nachtleben.

Nun, in Teil 2, nennen wir einige Sehenswürdigkeiten, die sich der Reisende auf keinen Fall entgehen lassen sollte:

Der Zürichsee

Der Zürichsee hat zweifelsohne einen großen Anteil daran, dass die Lebensqualität in der Schweizer Metropole so hoch ist. Direkt vor den Toren Zürichs erstreckt sich der klare Alpensee über eine Fläche von gut 88 Quadratkilometern.

Der Reisende kann hier einen entspannten Spaziergang machen, sich an Wassersport versuchen oder es sich in einem der vielen Cafés und Restaurants gut gehen lassen.

Sehr schön ist aber auch eine Bootstour. Die kleineren Touren dauern etwa eineinhalb Stunden und vermitteln schöne Eindrücke vom See und den Orten am Ufer. Die großen Bootsfahrten führen einmal um den kompletten See herum und beinhalten auch einen kurzen Stopp an der Insel Ufenau.

Eine andere Möglichkeit ist eine Schifffahrt auf der Limmat. Dabei schippert der Reisende in einem Boot mit Glasdach an der Züricher Altstadt entlang bis zum Zürichsee und wieder zurück.

Auf diese Weise erlebt er Zürich aus einer anderen Perspektive und entdeckt vielleicht den einen oder anderen Ort, den er sich näher anschauen will.

Tipp:

Die Boote auf dem See und der Limmat gehören zu den öffentlichen Verkehrsmitteln. Wer eine Zürich Card hat, kann sie deshalb kostenfrei nutzen.

Das Niederdorf

Mit der Züricher Altstadt ist der Bereich gemeint, aus dem das frühere Zürich bis 1893 bestand. Heute heißt dieser Bereich zwar offiziell Kreis 1, aber sowohl Einheimische als auch Touristen sprechen eher von der Altstadt. Und bis heute ist sie der Mittelpunkt für Besucher.

Ein besonderes Highlight innerhalb der Züricher Altstadt ist das Viertel Niederdorf. Reich verzierte Tore, Häuser mit bunten Fassaden und hübschen Erkern, verträumte Gässchen und altes Kopfsteinpflaster sorgen für ein tolles Bild.

Niederdorf ist zwar auf Touristen ausgelegt. Trotzdem hat sich das hübsche Viertel seinen ursprünglichen Charme und ein gemütliches, beschauliches Ambiente bewahrt. Ein Besuch lohnt sich deshalb auf jeden Fall.

Das Fraumünster

Das Großmünster als Wahrzeichen Zürichs haben wir schon in Teil 1 erwähnt. Nicht weniger eindrucksvoll ist aber das Fraumünster. Im Jahr 853 ging die Kirche aus einem Kloster hervor und wurde im Laufe der Zeit mehrfach renoviert und ausgebaut.

Viele Jahre lang wurde das Kloster von den Benediktinerinnen genutzt. Nach der Reformierung ging die Kirche schließlich in den Besitz der Stadt Zürich über. Seitdem werden regelmäßig öffentliche Gottesdienste gefeiert.

Von außen sieht das Fraumünster vielleicht nicht besonders spektakulär aus. Doch die wahren Schätze erwarten den Reisenden innen. Im Chorraum des Mittelschiffs gibt es nämlich ein wunderschönes fünfteiliges Fenster.

Es wurde von niemand geringerem als Marc Chagall entworfen. Und der Künstler hat sich noch an einer weiteren Stelle verewigt, nämlich mit einem großen Rosettenfenster im südlichen Querschiff.

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Das Opernhaus Zürich

In der Silvesternacht von 1889 auf 1890 gab es einen großen Brand, dem das frühere Aktientheater zum Opfer fiel. An seiner Stelle öffnete 1891 ein Gebäude seine Türen, das lange Zeit Stadttheater hieß.

Doch weil in dem Stadttheater seit dem frühen 20. Jahrhundert vor allem Opern und Ballettaufführungen stattfanden, wurde das Haus kurze Zeit später in Opernhaus umbenannt.

Das Züricher Opernhaus gehört mit rund 1.100 Sitzplätzen zu den eher kleinen Opernhäusern in den Kulturmetropolen. Doch das ändert nichts an seinem imposanten Erscheinungsbild. Der stattliche Bau mit seiner prächtigen Front und den markanten Säulen ist außen wie innen ein wahres Schmuckstück.

Das Rathaus am Limmatquai

Das Rathaus von Zürich wurde 1698 direkt an oder genauer über der Limmat errichtet. Unter dem Gebäude gibt es einige Gewölbe, durch die der Fluss fließt. An der gleichen Stelle stand bereits ein Rathaus. Nur war es kleiner und einfacher.

In seiner heutigen Form spiegelt das Rathaus verschiedene Baustile aus rund 300 Jahren wider. Die hübsche Fassade, die aufwändigen Verzierungen und die Einrichtung laden den Reisenden auf eine Zeitreise ein, bei der er immer wieder Neues entdecken kann.

Interessiert er sich für Politik, kann er sogar mitverfolgen, wenn das Züricher Kantonsparlament tagt und Entscheidungen trifft. Die Sitzungen im Rathaus sind nämlich öffentlich.

Der Limmatquai ist die Straße, die sich vom Zürichsee bis zum Hauptbahnhof an der Limmat entlang zieht. Folgt der Reisende der Straße bei einem gemütlichen Spaziergang, kommt er neben dem Rathaus unter anderem an der Wasserkirche, dem Großmünster, alten Zunfthäusern und verschiedenen Cafés vorbei.

Das Cabaret Voltaire

Hugo Ball und Emmy Hennings eröffneten 1916 das Cabaret Voltaire. Die Räumlichkeiten sollten ein Ort sein, an dem sich die Gedanken frei entfalten können. Deshalb waren die Besucher dazu eingeladen, sich nicht nur das Bühnenprogramm anzuschauen, sondern sich durch Ideen und Vorträge aktiv einzubringen.

So wurde das Cabaret schnell zum Treffpunkt für Intellektuelle und Künstler aller Art. Viele von ihnen waren in die Schweiz geflüchtet und fanden im Exil nun einen Ort, an dem sie ihre Wut gegen den Krieg und die Gesellschaft ausdrücken konnten.

Das war zugleich die Geburtsstunde des Dadaismus, der sich von hier aus in die ganze Welt verbreitete.

Das Cabaret selbst musste wegen exzessiver Feiern schon nach wenigen Wochen wieder schließen. Doch die Idee von einer Kunst, die Regeln bricht, nicht nach Schönheit strebt und Grenzen überschreitet, ist geblieben.

Heute finden in den Räumlichkeiten wechselnde Ausstellungen und Darbietungen von Performancekünstlern statt.

Die Bahnhofstraße

Die Züricher Bahnhofstraße ist die teuerste Einkaufsstraße in Europa und eine der teuersten Shoppingmeilen der Welt. Auf der rund 1,4 Kilometer langen Flaniermeile reiht sich eine Edelboutique an die nächste. Doch neben echten Luxuslabels haben sich auch kostengünstigere Modeketten hier angesiedelt.

Ein Besuch der Bahnhofstraße lohnt sich aber nicht nur für Shopping-Fans mit dickem Geldbeutel. Denn als Fußgängerzone ermöglicht sie ungestörte Bummel.

Außerdem ist die schöne Architektur der Häuser im Zusammenspiel mit den imposanten Lindenbäumen eine Augenweide. Und die Straße führt an vielen wichtigen Orten der Stadt entlang. So kommt der Reisende zum Beispiel am Paradeplatz vorbei, an dem das Schweizer Bankenwesen zu Hause ist.

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Martin Schuster, 49 Jahre, Reisekaufmann, Timo Kropp, 42 Jahre, Reiseveranstalter und Marie Kusche, 37 Jahre, freiberufliche Reisejournalistin und Backpacker, sowie Christian Gülcan, Betreiber und Redakteur dieser Webseite, schreiben hier Wissenswertes, Tipps und Ratgeber zu Busreisen, Reisezielen und Sehenswürdigkeiten.

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