Tipps rund um Medikamente auf Reisen

Tipps rund um Medikamente auf Reisen 

So etwas wie Urlaub oder Ferien kennen Krankheiten leider nicht. Doch auch wer an einer Krankheit leidet und regelmäßig Medikamente nehmen muss, kann natürlich eine Reise unternehmen. Gerade eine Busreise ist hier oft eine gute Wahl.

Denn der Reisende kann es sich auf seinem Platz bequem machen und die Fahrt bis zum Zielort genießen, ohne sein Gepäck durch große Flughafen- oder Bahnhofshallen schleppen zu müssen. Auch das mitunter mühsame Umsteigen entfällt.

Der Reisebus macht regelmäßig Pausen, in denen sich der Reisende die Füße vertreten kann. Zudem befindet sich eine Toilette an Bord und für Verpflegung mit Getränken und kleinen Snacks ist ebenfalls gesorgt. Nicht zuletzt sind die Ziele von Busreisen meist nicht sehr weit entfernt. Eine mehrstündige Zeitverschiebung oder gar ein ausgewachsener Jetlag ist somit nicht zu befürchten.

Aber was die benötigten Medikamente angeht, sollte der Reisende ein paar Dinge beachten. Denn nicht alle Arzneimittel dürfen ohne Weiteres in jedes Land eingeführt werden. Zudem kann das Klima eine größere Rolle spielen als gedacht.

 

Damit die Busreise trotz angeschlagener Gesundheit ein voller Erfolg wird, sind hier 6 Tipps rund um Medikamente auf Reisen!:

 

Tipp 1: Medikamente in ausreichender Menge mitnehmen.

Der Reisende sollte sicherstellen, dass er einen ausreichenden Vorrat seiner benötigten Medikamente mitnimmt. Dieser Vorrat sollte nicht nur die Dauer der Busreise abdecken, sondern für länger reichen. Sollte es nämlich dazu kommen, dass der Reisende die Rückreise nicht wie geplant antreten kann, ist er zumindest mit Blick auf seine Medikation auf der sicheren Seite.

Die Medikamente sollte der Reisende am besten in seinem Handgepäck oder einer kleinen, separaten Tasche transportieren und in der Ablage über seinem Sitzplatz verstauen. Dadurch hat er seine Arzneimittel stets bei sich. Packt der Reisende seine Medikamente in den Reisekoffer und greift beim Aussteigen ein anderer Fahrgast versehentlich den falschen Koffer oder nimmt das Gepäck anderweitig Schaden, steht der Reisende schlimmstenfalls ohne seine Medizin da.

 

Tipp 2: Ein ärztliches Attest ausstellen lassen.

Gemäß Arzneimittelgesetz ist die Menge an Medikamenten, die der Reisende für seinen persönlichen Gebrauch aus Deutschland ausführen darf, nicht beschränkt. Auch die Menge, die der Reisende nach Deutschland einführen darf, ist recht großzügig bemessen.

So darf der Reisende Medikamente in einer Menge mitbringen, die seinen persönlichen Bedarf für drei Monate deckt. Ob der Reisende die Medikamente bei Reiseantritt mitgenommen hatte und jetzt wieder mitbringt oder ob er die Medikamente im Ausland gekauft hat, spielt dabei keine Rolle. Etwas anderes gilt für Medikamente, die dem Betäubungsmittelgesetz unterliegen. Hier müssen besondere Bestimmungen eingehalten werden.

Führt die Busreise ins Ausland, sollte sich der Reisende aber unbedingt über die Ein- und Ausreisebestimmungen seines Urlaubslandes informieren. Denn bei bestimmten Medikamenten, beispielsweise starken Schmerzmitteln oder Arzneien in Spritzen, kann es Schwierigkeiten geben. Auch die Menge, die der Reisende ins Land ein- und ausführen darf, kann anders geregelt sein als in Deutschland.

Um Missverständnisse zu vermeiden, sollte sich der Reisende unbedingt ein Attest von seinem Arzt ausstellen lassen. In diesem Attest sollten die Diagnosen, die Namen der verordneten Medikamente und die benötigte Menge pro Tag aufgeführt sein.

Durch den Stempel und die Unterschrift des Arztes ist die Notwendigkeit, diese Medikamente mitzuführen, bestätigt. Sprachbarrieren lassen sich umgehen, wenn das Attest nicht nur auf Deutsch, sondern auch auf Englisch oder der Landessprache des Zielorts verfasst ist. Weitere, verbindliche Auskünfte zu den Ein- und Ausfuhrbestimmungen von Medikamenten erteilt die Botschaft oder das Konsulat des Reiselandes. 

 

Tipp 3: Die Beipackzettel der benötigten Medikamente einpacken.

Generell sollte der Reisende seinen Medikamentenvorrat großzügig gestalten und etwas mehr mitnehmen, als er für die Reisedauer benötigt. Denn auch wenn das Reiseziel innerhalb der EU liegt, ist die medizinische Versorgung im Urlaubsland nicht immer mit Deutschland vergleichbar. Einige Medikamente sind im Ausland möglicherweise gar nicht erhältlich oder können nur mit viel Aufwand besorgt werden.

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Außerdem kann es sein, dass bestimmte Medikamente im Urlaubsland unter einer anderen Bezeichnung auf dem Markt sind. Für den Fall, dass der Reisende doch Nachschub braucht oder einem Arzt erklären muss, welche Medikamente er einnimmt, sollte der Reisende den Wirkstoff nennen können.

Am besten nimmt er dafür die Beipackzettel seiner Medikamente mit, denn dort ist die Zusammensetzung aufgeführt. Hilfreich kann es zudem sein, wenn sich der Reisende die lateinischen Bezeichnungen seiner Krankheiten notiert. Sie werden nämlich überall auf der Welt verstanden.

Generell ist der Reisende gut beraten, wenn er sich einen Notfallpass erstellt. Neben seinen Erkrankungen sollte er dort auch seine Blutgruppe und eventuelle Allergien vermerken. Im Ernstfall hat der Arzt so alle Informationen, die er für eine schnelle Hilfe benötigt.

 

Tipp 4: Vorsicht vor Schnäppchen!

So mancher Tourist möchte sich im Urlaub mit Medikamenten für seine Hausapotheke eindecken. Allerdings sollte der Reisende die Finger von Arzneimitteln lassen, die zu echten Schnäppchenpreisen auf Straßenmärkten und in irgendwelchen Geschäften verkauft werden.

Bei diesen Medikamenten könnte es sich nämlich um Fälschungen handeln, die gar keine Wirkstoffe, Inhaltsstoffe in falscher Dosierung oder gar giftige Substanzen enthalten. Möchte der Reisende Medikamente kaufen, sollte er dies ausschließlich in Apotheken tun und dabei auf ungeöffnete Originalverpackungen mit Beipackzettel achten.

 

Tipp 5: Das Klima am Urlaubsort berücksichtigen.

Viele Wirkstoffe wie beispielsweise Insulin reagieren empfindlich auf starke Temperaturschwankungen, Feuchtigkeit und UV-Strahlung. Der Reisende sollte deshalb auf einen Transport- und Aufbewahrungsbehälter achten, der isoliert ist. Verreist er in ein Land, in dem es recht warm ist, sollte er sich außerdem erkundigen, ob im Hotelzimmer eine Minibar oder ein Kühlschrank zur Verfügung steht. Dort kann er dann Medikamente, die gekühlt werden müssen, lagern.

Das Klima kann sich aber nicht nur auf die Medikamente, sondern auch auf den Körper auswirken. Daher sollte der Reisende mit seinem Arzt besprechen, worauf er achten sollte und was zu tun ist, wenn sich der Reisende unwohl fühlt.

Der Arzt kann dann auch entscheiden, ob die Medikamentendosis oder die Einnahmezeiten während des Urlaubs verändert werden müssen. Vorsicht ist zudem generell bei ausgiebigen Sonnenbädern gegeben. Einige Wirkstoffe können in Kombination mit starker Sonneneinstrahlung nämlich zu Hautirritationen, Unwohlsein und anderen unschönen Nebenwirkungen führen. Daher sollte der Reisende die Packungsbeilagen studieren und seinen Arzt fragen, ob und mit welchen Nebenwirkungen zu rechnen ist.

 

Tipp 6: Medikamente besser nicht mit Leitungswasser einnehmen.

Hierzulande kann Leitungswasser vielerorts bedenkenlos getrunken werden. Im Ausland ist dies jedoch nicht immer der Fall. Um unnötige Komplikationen und Beschwerden zu vermeiden, sollte der Reisende bei der Einnahme seiner Medikamente deshalb besser auf Mineralwasser zurückgreifen.

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