Reisetipps für Málaga, 1. Teil

Reisetipps für Málaga, 1. Teil

Wer einmal so richtig ins spanische Lebensgefühl eintauchen, die herzliche Kultur genießen, an herrlichen Stränden entspannen und durch mittelalterliche Gassen bummeln möchte, findet mit Málaga ein ideales Reiseziel.

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Reisetipps für Málaga, 1. Teil

Die bunte Stadt im Süden Spaniens ist für ihren wunderbaren Mix aus Großstadt-Flair und Meer berühmt. Gutes Essen, eine reiche Kultur und spannende Sehenswürdigkeiten aus der bewegten Geschichte sorgen für ein Paket, das keine Wünsche offen lässt. Umso erstaunlicher ist, dass Málaga oft unterschätzt wird. Grund genug, das zu ändern!

In einem mehrteiligen Beitrag verraten wir Wissenswertes und Reisetipps für einen unvergesslichen Aufenthalt in Málaga!:

Ein kurzer Blick auf die Geschichte

Etwa 800 vor Christus gründeten die Phönizier, ein Seefahrervolk, eine Hafenstadt. Seinerzeit hieß sie noch „Malaka“. Und schon bald sollte die bewegte Geschichte mit zahllosen und langen Auseinandersetzungen ihren Lauf nehmen.

Zunächst übernahmen die Römer die Herrschaft, später eroberten die Mauren die Hafenstadt. Um der arabischen Vorherrschaft ein Ende zu bereiten, erkämpfte im 15. Jahrhundert das Königreich Granada die ganze Provinz. Auch während des Spanischen Bürgerkrieges im 20. Jahrhundert war Málaga strategisch sehr wichtig.

Aus jeder Epoche blieben sowohl architektonische als auch kulturelle Spuren zurück, die bis heute fest im Alltag verankert sind. Schlendert der Besucher durch die Straßen, findet er an jeder Ecke Zeugnisse der Geschichte.

Der bunte und fröhliche Charakter der Hafenstadt, die prächtigen Bauwerke, die alten Kirchen, die versteckten Teehäuser und das Flair einer modernen Universitätsstadt verleihen Málaga ein einzigartiges Ambiente.

Geselliger Lifestyle

Wie generell die meisten Spanier sind auch die Einwohner von Málaga sehr gesellig und halten sich bevorzugt draußen auf. Für den typischen Lifestyle gibt es sogar ein eigenes Verb. Tapear steht dafür, entspannt durch die Stadt zu bummeln, sich mit Freunden in einer Bar zu treffen und sich dort ein kühles Bier und ein paar leckere Tapas zu gönnen.

Die kleinen Appetithäppchen spielen eine große Rolle und spiegeln immer auch die Essenskultur einer Region wider. Zu den Spezialitäten in Málaga gehören frittierte Anchovis mit Zitronensaft (boquerones al limón) und Auberginen-Sticks mit Zuckerrohrsirup.

Außerdem wachsen in der Region rund um Málaga verschiedenste Obst- und Gemüsesorten, so zum Beispiel Orangen, Mangos, Feigen, Kastanien, Tomaten und Oliven. Sie dürfen auf den lokalen Speisekarten natürlich nicht fehlen.

Ein weiteres wichtiges Lebensmittel in Andalusien sind Mandeln. Als Zutat verfeinern sie regionale Speisen, verleihen köstlichen Desserts das richtige Aroma und dienen als Grundlage für besondere Eissorten.

Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Málaga

Málaga liegt an der berühmten Costa del Sol und ist idyllisch zwischen das Mittelmeer und Berge eingebettet. Während im Sommer warmes Sonnenscheinwetter fast schon garantiert ist, ist es im Winter angenehm mild. Dadurch eignet sich die Hafenstadt ganzjährig als Reiseziel.

Mit rund 580.000 Einwohnern ist Málaga die zweitgrößte Stadt in Andalusien. Doch weil die Stadt recht kompakt gebaut ist, kann der Besucher vor allem die Innenstadt auch sehr gut zu Fuß erkunden.

Und bei einem Aufenthalt sollte er sich insbesondere die folgenden Sehenswürdigkeiten nicht entgehen lassen:

Alcazaba

Über dem Stadtzentrum thront eine majestätische Palastanlage. Die Alcazaba war die Residenz der arabischen Herrscher und ist ein Meisterwerk maurischer Baukunst. Bereits auf dem Weg zum früheren Zentrum der Macht kommt der Besucher an malerischen Grünflächen, imposanten Kakteen und romantischen Brunnen vorbei.

Betritt der Besucher die Festung durch die großen, steinernen Torbögen, trifft er auf eine Blütenpracht aus mediterranen Pflanzen und kleine Brunnen, die sanft plätschern.

Die restaurierten Gemäuer vermitteln einen Eindruck vom früheren Glanz und beherbergen heute interessante Ausstellungen mit Exponaten aus verschiedenen Epochen. Herrlich ist aber auch der Panoramablick über die Stadt und das Meer, der sich dem Besucher eröffnet.

Castillo Gibralfaro

Ein Höhenzug führt von der arabisch geprägten Alcazaba zum Castillo Gibralfaro. Die maurischen Herrscher ließen die Burg im 1. Jahrhundert nach Christus anlegen und später zu einer wehrhaften Festung als Schutz für die Alcazaba ausbauen. Das Castillo galt lange Zeit als unbezwingbar. Doch im 15. Jahrhundert gelang es den katholischen Königen, die Burg zu erobern.

Die Außenmauer mit ihren Wehrgängen verbindet die Burganlage mit der Alcazaba. In der Anlage kann sich der Besucher eine Ausstellung über das Mittelalter anschauen.

Die Innenmauer ermöglicht, die Ruine einmal komplett zu umrunden und dabei den Blick über die malerische Landschaft schweifen zu lassen. Besonders gut ist von hier aus die Stierkampfarena zu sehen, während in der Ferne der Hafen auftaucht.

Santa Iglesia Catedral Basilica de la Encarnación

Die Kathedrale mit dem klangvollen Namen ist nicht nur eine der schönsten Sehenswürdigkeiten Málagas, sondern zugleich ein Wahrzeichen der Stadt. Eingebettet in das historische Stadtzentrum, ist die prächtige Kirche ein Meisterwerk der spanischen Renaissance.

Dabei wurde die Kathedrale, ähnlich wie die Sagrada Familia in Barcelona, nie fertiggestellt. Der majestätische Nordturm ist schon von Weitem zu sehen. Für den Südturm gab es zwar Pläne, doch sie wurden bis heute nicht zu Ende gebracht. Daher hat die Kirche auch den Beinamen La Manquita, die Einarmige.

An die orientalischen Wurzeln des christlichen Sakralbaus erinnert nur noch der Innenhof mit seinen hübschen Orangenbäumen. Die Kirche selbst erstrahlt in rötlichem Marmor. Im Inneren kann der Besucher zahlreiche Kunstschätze und wertvolle Edelsteine entdecken.

Ist der Besucher fit, sollte er die rund 200 Treppenstufen hinaufsteigen. In den Abendstunden eröffnet die Dachterrasse nämlich eine unvergessliche Aussicht auf den Sonnenuntergang über der Stadt.

Soho

Der Stadtteil Soho ist ein quirliges, angesagtes und aufstrebendes Künstlerviertel. Kunstvolle Graffiti an Wänden und Fassaden, die zum Teil sogar von international bekannten Künstlern stammen, lassen ein modernes Freilicht-Museum entstehen, das sich Streetart-typisch immer wieder verändert.

Kleine Galerien und originelle Läden laden dazu ein, zu stöbern und handgemachte Unikate oder ausgefallene Stücke zu entdecken.

Trendige Bars, alternative Kneipen, urige Cafés und Restaurants mit Küchen aus aller Welt bieten die perfekte Kulisse für eine entspannte Auszeit. Taucht der Besucher in den Mix aus urbanem Flair, kreativem Treiben und leichter Meeresbrise ein, ist er im wahren Málaga angekommen.

Museo Picasso

Málaga ist die Heimstadt des berühmten Künstlers und Picasso selbst bat ausdrücklich darum, ein Museum zu seinen Ehren zu errichten. Das Museum befindet sich nicht weit vom römischen Theater entfernt im Renaissance-Palast Buenavista und zeigt über 200 Exponate.

Dadurch bekommt der Besucher einen sehr guten Eindruck davon, wie vielseitig das Gesamtwerk des Künstlers ist.

Ebenfalls sehenswert ist das CAC, das Museum für zeitgenössische Kunst. Hier stehen die Arbeiten junger Künstler im Mittelpunkt. Generell hat Málaga viel zu bieten, wenn sich der Besucher für Kunst und Kultur interessiert.

Mercado Central de Atarazanas

Typisch spanisch geht es im Mercado Central de Atarazanas zu. Der traditionelle Markt ist ein fester Bestandteil der Kultur Málagas. Beheimatet in einer früheren Werft, an die bis heute ein großes Marmortor erinnert, bieten die Marktstände frischen Fisch, regionales Gemüse, andalusischen Käse und viele andere lokale Spezialitäten. Oft kann der Besucher die Köstlichkeiten auch direkt probieren.

In der Markthalle sollte der Besucher aber nicht nur auf die Waren schauen, sondern seinen Blick einmal an die Decke richten. Vor allem über dem Haupteingang gibt es Malereien auf Buntglas, die über die Geschichte von Málaga erzählen.

Anschließend kann der Besucher über die Promenade bis zum Leuchtturm spazieren und die tolle Aussicht auf die Stadt genießen.

Jardines de Pedro Luis Alonso

Möchte sich der Besucher nach all den Aktivitäten bei einem gemütlichen Picknick stärken und die Seele baumeln lassen, findet er mit dem Park Pedro Luis Alonso ein echtes Schmuckstück.

Neben dem Rathaus und nur durch eine Straße vom Stadtpark getrennt, erwarten den Besucher geometrisch angelegte Gartenflächen. Im Frühling verströmen Mandel-, Orangen- und Mandarinenbäume einen lieblichen Duft, während bunte Papageien fast karibische Stimmung verbreiten. Ein echter Höhepunkt ist auch der Rosengarten, in dem über zehntausend Pflanzen wachsen.

Nicht minder schön ist die Puerta Oscura. Dieser Garten wurde einst angelegt, um die Alcazaba zu ergänzen. Beide Parkanlagen sind nur einen Katzensprung voneinander entfernt, sodass sich der Besucher gar nicht entscheiden muss, sondern einfach beide Gärten besuchen kann.

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Martin Schuster, 49 Jahre, Reisekaufmann, Timo Kropp, 42 Jahre, Reiseveranstalter und Marie Kusche, 37 Jahre, freiberufliche Reisejournalistin und Backpacker, sowie Christian Gülcan, Betreiber und Redakteur dieser Webseite, schreiben hier Wissenswertes, Tipps und Ratgeber zu Busreisen, Reisezielen und Sehenswürdigkeiten.

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