Die schönsten Sehenswürdigkeiten im fränkischen Forchheim, 1. Teil

Die schönsten Sehenswürdigkeiten im fränkischen Forchheim, 1. Teil

Deutschland hat viele wunderschöne und wirklich sehenswerte Orte zu bieten. Doch wer mal wieder eine Städtereise unternehmen möchte, muss sich nicht unbedingt eine quirlige Großstadt aussuchen. Oft sind es gerade die kleinen, beschaulichen Städtchen, die mit ihrem einmaligen Charme überraschen. In die Riege dieser Orte reiht sich auch das fränkische Forchheim ein. Herrliche Fachwerkhäuser, romantische Gassen mit urigem Kopfsteinpflaster, historische Bauten und eine malerische Umgebung mit idyllischer Natur lassen die oberfränkische Kreisstadt zu einem echten Lieblingsort werden.

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Die schönsten Sehenswürdigkeiten im fränkischen Forchheim, 1. Teil

In einem zweiteiligen Beitrag stellen wir Forchheim und seine schönsten Sehenswürdigkeiten vor!:

Geschichtsträchtige Königsstadt

In der Liste mit den Zielen für die nächsten Städtereisen dürfte Forchheim (bisher) eher selten einen der vorderen Plätze belegen. Vermutlich ist vielen die fränkische Stadt nicht einmal ein Begriff. Doch das ist sehr schade, denn ein Besuch lohnt sich wirklich.

Forchheim liegt im Herzen von Oberfranken und damit im Norden Bayerns, ungefähr auf halbem Weg zwischen Bamberg und Nürnberg. Die Geschichte der Stadt reicht über 1.200 Jahre zurück. Damit ist Forchheim nicht nur eine der ältesten Städte in Franken.

Vielmehr ist es auch die Geschichte, die den Charme ausmacht und das Stadtbild prägt. So stehen in der Altstadt bezaubernde Fachwerkhäuser mit bunten Fassaden nebeneinander. Davor schlängeln sich verträumte Gassen mit Kopfsteinpflaster, während sich zwischen den Dächern der majestätische Turm der St. Martin Kirche erhebt. Ein Maler könnte das Bild nicht schöner malen.

Die Geschichte der Stadt begann, als ein fränkischer Königshof und eine Pfalz errichtet wurden. Forchheim ist also eine echte Königsstadt. Überquert der Besucher den Burggraben und geht er durch das Tor in den Innenhof, kann er im Pfalzmuseum in die Stadtgeschichte eintauchen.

Doch mindestens genauso schön ist, einfach nur durch die malerische Fußgängerzone zu schlendern oder in eines der gemütlichen Cafés und Gasthäuser einzukehren.

Abwechslungsreiche Stadtführungen

Natürlich kann der Besucher Forchheim auf eigene Faust erkunden. Die Sehenswürdigkeiten, die er sich dabei nicht entgehen lassen sollte, stellen wir noch vor. Doch wenn er sich spannende Daten und Fakten erzählen lassen und ein paar Geheimtipps von einem Ortskundigen bekommen möchte, kann er sich einer Stadtführung anschließen. Und dabei ist die Auswahl groß.

So gibt es in Forchheim natürlich ganz klassische Führungen, bei denen der Besucher die schönsten Ecken der Altstadt kennenlernt. Soll die Geschichte lebendig werden, ist eine szenische Stadtführung eine gute Wahl.

Dabei gibt es immer wieder kurze Theatereinlagen an den historisch bedeutsamen Schauplätzen der Stadt. Eine kleine Zeitreise kann der Besucher auch erleben, wenn er sich von einem Nachtwächter in historischem Gewand durch die Gassen führen lässt.

Für Feinschmecker gibt es eine Genießer-Tour mit Verkostungen. Nicht zu vergessen ist auch der „Walk of Beer“, der dem Besucher in uriger Atmosphäre die Kunst des Bierbrauens näher bringt.  Die Kinder-Stadtführung wiederum vermittelt den Kleinen die Stadtgeschichte auf spielerische Art.

Die Festung Forchheim

Ein schöner Startpunkt für eine Erkundung der oberfränkischen Stadt ist die Festung Forchheim. Der Bau der eindrucksvollen Festungsanlage, die die Stadt vor Angreifer schützen sollte, begann im Jahr 1553.

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Bis heute sind große Teile der alten Stadtmauer im Westen der Altstadt und die Bastion St. Veit erhalten. Südlich von Forchheim markiert nur noch das wunderschöne Nürnberger Tor, bis wohin sich die Stadtmauer einst erstreckt hat.

In der Festungsanlage selbst gibt es unter der Erde sogenannte Kasematten. Das sind Lagerräume, die über ein Tunnelsystem miteinander verbunden sind. Ein Besuch der Kasematten und der Bastion vermittelt dem Besucher einen Eindruck davon, wie tapfer sich die Bewohner der Stadt während der Kriege zur Wehr gesetzt haben. Nach so viel aufregender Geschichte sorgt ein Spaziergang durch den liebevoll angelegten Park für Entspannung.

Das Bischofsschloss mit Pfalzmuseum

In Forchheim wurde schon im 14. Jahrhundert ein Schloss gebaut. Das eindrucksvolle Gebäude im Herzen der Altstadt ist heute als Kaiserpfalz bekannt und eine der bedeutsamsten Sehenswürdigkeiten Forchheims.

Schon von außen ist das Bischofsschloss ein herrliches Fotomotiv. Überquert der Besucher die Zugbrücken, die über den Burggraben führen, fühlt er sich hinter dem Torbogen in eine andere Zeit versetzt.

Denn die Kaiserpfalz beherbergt gleich drei Museen unter ihrem Dach. Das wäre zum einen das Stadtmuseum, das gut 1.200 Jahre Geschichte erzählt. Zum anderen gibt es das Archäologiemuseum Oberfranken. Hier kann der Besucher Schmuckstücke, Waffen und andere Fundstücke aus längst vergangenen Tagen bewundern.

Das Erlebnismuseum Rote Mauer wiederum berichtet über das Geschehen, als Forchheim während des 30-jährigen Krieges belagert war. Dabei werden die Ereignisse spielerisch und zum Mitmachen aufbereitet. Vor allem für Familien lohnt sich der Besuch deshalb ganz besonders.

Das historische Rathaus

Ein märchenhaftes Schmuckstück ist das Rathaus von Forchheim. Im Jahr 1402 erbaut, beeindruckt das Gebäude mitten im Stadtkern mit einem prächtigen Fachwerk. Der Magistratsbau, der etwas später dazugekommen ist, punktet mit verspielten Schnitzereien und Figuren.

Der Rathausplatz lädt dazu ein, es sich bei Kaffee und Kuchen gemütlich zu machen und die fränkische Gastfreundlichkeit zu genießen. Ist der Besucher um die Osterzeit vor Ort, kann er sich außerdem am Anblick des liebevoll geschmückten Osterbrunnens erfreuen.

Fast noch ein bisschen schöner erstrahlt das Rathaus aber im Advent. Dann verwandelt sich die Fassade des altehrwürdigen Gebäudes nämlich in einen riesigen Adventskalender. 24 Fenster werden zu Türchen und jeden Abend öffnet der Weihnachtsengel ein Türchen, hinter dem sich Gewinne verbergen.

Die Lose dafür kosten gerade einmal einen Euro. Zusammen mit weihnachtlichen Buden, Karussells und einem Kindertheater lädt der Forchheimer Rathausplatz dazu ein, in eine idyllische Winter-Weihnachtswelt einzutauchen.

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Martin Schuster, 49 Jahre, Reisekaufmann, Timo Kropp, 42 Jahre, Reiseveranstalter und Marie Kusche, 37 Jahre, freiberufliche Reisejournalistin und Backpacker, sowie Christian Gülcan, Betreiber und Redakteur dieser Webseite, schreiben hier Wissenswertes, Tipps und Ratgeber zu Busreisen, Reisezielen und Sehenswürdigkeiten.

Ein Gedanke zu „Die schönsten Sehenswürdigkeiten im fränkischen Forchheim, 1. Teil“

  1. Meine Tochter hat mir vor kurzem vorgeschlagen dort hin zu reisen (ihre Klassenkameradin ist wohl in Forchheim gewesen und meinte, es habe ihr dort gut gefallen).
    Und nach dem Artikel muss ich zugeben, dass ich auch Lust bekommen habe – jetzt muss ich nur noch Gründe finden, mit denen ich meinen Mann überzeugen kann, aber das schaffe ich schon *grins*

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