Mit dem Bus nach Kopenhagen – Tipps für den Städtetrip, Teil II

Mit dem Bus nach Kopenhagen – Tipps für den Städtetrip, Teil II

Allein schon durch die Nähe ist Kopenhagen für einen Städtetrip mit dem Bus geradezu prädestiniert. Und vor Ort wird der Besucher mit einer Fülle an sehenswerten Orten und charmanten Plätzen belohnt.

Die Hauptstadt unseres Nachbarn Dänemark ist mit rund 580.000 Einwohnern nicht unbedingt klein, aber auch nicht riesengroß. Doch wenn es um den Charme geht, steht Kopenhagen ganz weit vorne.

Die wundervolle Hafenstadt bezaubert mit einer tollen Atmosphäre und hat jede Menge Interessantes und Einzigartiges zu bieten. In einem zweiteiligen Beitrag stellen wir ein paar der Highlights vor, die der Besucher unbedingt gesehen haben muss. Nach Sehenswürdigkeiten in Teil I geht es nun, in Teil II, mit weiteren Tipps für den Städtetrip weiter.

 

Die Königin-Louise-Brücke

Wenn sich der Besucher wie ein Kopenhagener fühlen und mit Einheimischen ins Gespräch kommen möchte, sollte er einen Abstecher zur Königin-Louise-Brücke machen. Durch Fußgänger und Radfahrer herrscht auf der Brücke zwar ein reger Betrieb.

Trotzdem ist die Brücke einer der Treffpunkte der Stadt überhaupt. Auf den vielen Bänken machen es sich Kopenhagener aller Altersklassen gemütlich, tanken Sonne und frische Luft, entspannen oder halten ein kleines Picknick ab. Bei schönem Wetter wird es vor allem während der Mittagpause schwierig, einen freien Platz zu ergattern. Doch es macht viel Spaß, wenn sich der Besucher einfach mal unter die Leute mischt.

 

Smørrebrød in einer Bodega

Das Smørrebrød ist die dänische Version eines belegten Brotes und wird traditionell als Mittagessen genossen. Die Basis bilden kleine Scheiben von Schwarzbrot, die mit gesalzener Butter bestrichen werden. Anschließend wird das Brot üppig mit Lachs, Hering, Krabben, roter Beete oder verschiedenen anderen Zutaten belegt.

Da es die Brote in unzähligen Varianten gibt, wird der Besucher garantiert etwas nach seinem Geschmack finden. Smørrebrød wird in Kopenhagen praktisch überall angeboten. Der Besucher sollte aber schauen, ob er irgendwo eine Bodega findet.

Eine Bodega ist eine Art Bar, in der kostengünstig traditionelles Smørrebrød und Bier angeboten werden. Den gemütlichen Kneipencharme gibt’s gratis dazu. Möchte der Besucher das echte Dänemark erleben, ist er in einer Bodega genau richtig.

 

Kopenhagen im Advent

Kopenhagen ist das ganze Jahr über eine Reise wert. Wenn der Besucher die Möglichkeit hat, sollte er aber im Advent nach Kopenhagen kommen. In dieser Zeit sind die Straßen herrlich geschmückt und die Weihnachtsmärkte laden zu einem entspannten Bummel ein.

Überall liegt der Duft von Gløgg, dem dänischen Glühwein, und Aebleskiver, kleinen Teigbällchen mit einer Marmeladenfüllung, in der Luft. Am Alten Hafen reihen sich hübsche Büdchen aneinander und wenn der Besucher von hier zum Kongens Nytorv schlendert, kann er sich das Hotel D’Angleterre anschauen. Das Hotel ist für seine wunderschöne Weihnachtsdekoration aus leuchtenden Eiskristallen an der Fassade und den Nussknackern, die am Eingang Wache stehen, bekannt.

Auf der Einkaufsstraße Strøget kann sich der Besucher nicht nur an der liebenvollen Verzierung aus Tannenzweigen und Herzen erfreuen, sondern sich auch mit skandinavischem Christbaumschmuck eindecken. Nach Einbruch der Dunkelheit sollte der Besucher einen Abstecher zum Tivoli machen. Der Freizeitpark verwandelt sich dann nämlich in ein wintermärchenhaftes Lichtermeer, das selbst den größten Romantik- und Weihnachtsmuffel begeistern wird.

 

Christiania

Die freie Kommune und Hippiestadt Christiania ist weit mehr als ein vielbeschworener Mythos. Mitten in Kopenhagen, gleich hinter dem Freizeitpark Tivoli und der kleinen Meerjungfrau, ist die autonome Gemeinde angesiedelt. Entstanden ist Christiania 1971. Seinerzeit wurde das rund 34 Hektar große, ehemalige Militärgelände zum autonomen Stadtgebiet erklärt.

Als Anwohner ließen sich vor allem Hippies, Aussteiger und Autonome nieder, die angesichts des Platzmangels in Kopenhagen nach neuen, freien Flächen suchten, auf denen ihre Kinder spielen und sich frei bewegen konnten. In den Folgejahren zogen immer mehr Leute hierher und viele von ihnen leben auch heute noch dort. Vor allem das kleine bisschen persönliche Freiheit macht für die meisten Anwohner den Reiz Christianias aus. Im Laufe der Jahre sind Gemeinschaften entstanden, die zusammenhalten und die Freuden, aber auch die Sorgen des Alltags miteinander teilen.

In der Freistadt gilt das dänische Recht nicht. Die Bewohner haben ihre eigenen Regeln aufgestellt und sorgen selbst dafür, dass sie auch eingehalten werden. Die dänische Polizei hält sich so weit wie möglich raus. Die Anwohner möchten friedlich und unabhängig leben.

Leider klappte das nicht immer und in den vergangenen Jahren störten gewaltsame Auseinandersetzungen und Drogentote immer wieder das Bild. Deshalb ist die berühmt-berüchtigte Pusher Street, auf der die meisten Drogen verkauft wurden, inzwischen video- und polizeiüberwacht. Der Besucher sollte sich davon aber nicht irritieren oder gar von einem Besuch abhalten lassen.

Wenn der Besucher durch Christiania bummelt, kommt er an bunten Holzhäusern und beeindruckenden Graffitis vorbei. Im Zentrum gibt es Restaurants, Cafés und Werkstätten von Kunsthandwerkern. Im Sommer finden Konzerte und entspannte Feste unter freiem Himmel statt, im Winter gibt es einen kleinen Weihnachtsmarkt mit Laternen, Filzmänteln, dänischen Spezialitäten und anderen Arbeiten der Anwohner.

In der kleinen Gemeinde, die in dieser Form übrigens einzigartig in Europa ist, fühlt sich der Besucher wie in eine andere Zeit versetzt und zugleich wie in einem riesigen Freilichtmuseum. Christiania ist ein beliebtes Touristenziel und in einigen Straßen sind mehr Gäste als Anwohner unterwegs. Der Besucher sollte sich deshalb die Zeit nehmen, um durch die Hippiegemeinde zu schlendern und sie wirklich kennenzulernen. Ideal dafür ist auch eine Führung, die die Anwohner in den Sommermonaten täglich am Nachmittag anbieten. Ein Abstecher lohnt sich aber auf jeden Fall.

 

Die Copenhagen Card

Wenn der Besucher eine Pauschalreise nach Kopenhagen bucht, wird meist ein Ausflugsprogramm dabei sein. Im Reisepreis sind dann also nicht nur die Busfahrt und die Unterkunft im Hotel, sondern auch Besuche der Sehenswürdigkeiten enthalten. Reist der Besucher hingegen mit dem Fernbus an, sollte er über eine Copenhagen Card nachdenken.

Mit dieser Karte kann er die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen, hat freien Eintritt in verschiedene Museen und erhält in ausgewählten Restaurants und Geschäften Rabatt. Mit knapp 51 Euro ist die Tageskarte aber recht teuer. Eine Zweitageskarte für rund 71 Euro oder eine Dreitageskarte für knapp 85 Euro lohnt sich da schon eher.

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