Infos und Tipps für einen Städtetrip nach Stettin, Teil 1

Infos und Tipps für einen Städtetrip nach Stettin, Teil 1

Für eine Bustour bietet sich unser Nachbarland Polen bestens an. Denn der Weg ist nicht allzu weit und die Auswahl an Zielen ist groß. Doch es müssen gar nicht immer die beliebten Klassiker wie Danzig, Warschau, Posen, Breslau oder Krakau sein.

Stettin

Vielmehr gibt es viele andere Regionen und Orte, die mindestens genauso sehenswert sind. Ein Beispiel dafür ist das bezaubernde Städtchen Stettin.

In Stettin – das auf polnisch Szczecin heißt – erwarten den Besucher tolle Parkanlagen, historische Gebäude, farbenfrohe Häuserfassaden, eine interessante Geschichte und nicht zuletzt kulinarische Leckereien. Und durch die Nähe zur deutschen Grenze ist auch ein spontaner Wochenendausflug möglich.

In einem zweiteiligen Beitrag haben wir Infos und Tipps für einen Städtetrip nach Stettin zusammengetragen. Hier ist Teil 1!:

 

Wo liegt Stettin?

Stettin liegt direkt an der Oder, nicht weit von der deutschen Grenze entfernt. Genau genommen, liegt die Stadt am Stettiner Haff. Dort, südlich von der Ostsee, mündet die Oder. Stettin ist durch die Lage eine alte Hansestadt und hat einen der größten Seehäfen im Raum der Ostsee. Die bewaldeten Hügel des Oderufers wiederum sorgen für ein wunderbar grünes Stadtbild.

Von Mecklenburg-Vorpommern, Lübeck, Hamburg und Berlin aus gibt es sehr preisgünstige Verbindungen nach Stettin. Wer im Nordosten Deutschlands wohnt, hat bis Stettin generell nur eine ziemlich kurze Anreise. Aber auch aus anderen Ecken Deutschlands hält sich die Fahrtzeit mit dem Bus in Grenzen.

 

Ein Rundgang durch die Stettiner Altstadt

Damit Besucher die herrliche Altstadt problemlos auch auf eigene Faust erkunden können, wurde eigens ein Rundweg entworfen. Er zieht sich auf einer Länge von insgesamt rund sieben Kilometern durch die Stadt und führt den Besucher zu allen wichtigen und geschichtsträchtigen Sehenswürdigkeiten. Insgesamt sind das 42 Punkte.

Dabei muss der Besucher auf seinem Weg nur der roten Strichlinie auf dem Bürgersteig folgen. An jedem Punkt ist eine Infotafel aufgestellt. Dort kann der Besucher in drei Sprachen nachlesen, wo er sich befindet und was es mit dieser Sehenswürdigkeit auf sich hat. Ein paar Highlights davon haben wir uns herausgepickt:

Die erste (oder letzte) Station vom Rundgang ist das Alte Rathaus, auf Polnisch: Ratusz Staromiejski. Es steht an einem herrlichen Platz namens Heumarkt, der mit Kopfsteinpflaster ausgelegt ist und von Häusern mit kunterbunten Fassaden in verschiedensten Formen umsäumt wird. Auf dem Heumarkt laden kleine Cafés und Parkbänke zu einer Pause in wirklich schöner Kulisse ein. Das Rathaus wiederum ist ein Backsteinbau im gotischen Stil.

Die unverkennbare Optik macht den Bau zu einer der berühmtesten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Sind die Erinnerungsfotos geschossen, lohnt sich ein Blick in das Rathaus. Dort ist das Museum der Stadtgeschichte beheimatet. Ein Restaurant im Keller des Rathauses verwöhnt den Besucher mit Spezialitäten aus der polnischen Küche.

Weiter den Rundweg entlang folgt mit dem Hafentor das nächste historische Bauwerk. Das Tor hieß früher auch Berliner Tor und Brandenburger Tor. Heute sprechen die Stettiner von der Brama Portowa, zu Deutsch Hafentor. An verschiedene Namen wird sich der Besucher übrigens gewöhnen müssen.

Denn in Polen wurden im Laufe der Zeit und vor allem vor, während und nach der deutschen Besatzung viele Städte und Gebäude immer wieder umbenannt. Jedenfalls ist das Hafentor eines von zwei erhaltenen Barock-Toren. Früher diente es als Eingang der Stettiner Festung. Die alten Stadtmauern gibt es heute aber nicht mehr.

In der Stadtmitte angekommen, steht mit der Jakobskathedrale das nächste Highlight bereit. Die Kirche gehört zu den größten Kirchen in Pommern und ist, wie das alte Rathaus, ein Backsteinbau im Stil der Gotik. Neben einer Besichtigung der Kirche sollte sich der Besucher den Aufstieg auf den hohen Kirchenturm nicht entgehen lassen.

Denn von hier aus hat er eine tolle Aussicht über die Stadt. Der Kirchenturm ist täglich von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Und keine Angst: Wer in Sachen Kondition schwächelt, kann den Aufzug nehmen.

Ebenfalls im Stadtzentrum trifft der Besucher auf das Stettiner Schloss. Das imposante Renaissance-Schloss war früher Sitz der pommerschen Herzöge und Fürsten. Im Zweiten Krieg wurde das Schloss zerstört, inzwischen aber originalgetreu wieder aufgebaut und liebevoll restauriert. Im Schloss befindet sich ein Museum.

Besonders schön ist ein Spaziergang am Abend, denn dann sind die zauberhaften Fassaden mit Lichtern stimmungsvoll in Szene gesetzt. Doch auch tagsüber ist das Schloss natürlich eine beeindruckende Erscheinung. Der gemütliche Innenhof lädt dabei zum Verweilen ein. Von hier aus kann der Besucher einen Blick auf die bunte Uhr werfen, die am Glockenturm angebracht ist. Die Freilichtbühne im Innenhof wiederum ist oft Schauplatz von Musikkonzerten, Theateraufführungen und anderen Kulturevents.

Etwa fünf Gehminuten vom Schloss entfernt, befindet sich die Wały Chrobrego Promenade. Sie wird auch Hakenterasse genannt und gilt als die Paradepromenade der Stadt. Das Besondere an der Hakenterasse ist, dass es sich um eine Anlage aus Sandstein handelt, bei der sich auf einer Länge von rund 500 Metern verschiedene Bauwerke aneinanderreihen.

Den Mittelpunkt bildet ein historisches Gebäude, in dem das Nationalmuseum untergebracht ist. Direkt daneben stehen die Marine-Akademie und das Amt der Woiwodschaft. Letzteres residiert in einem Bauwerk mit Innenhöfen, zwei sehr schönen Türmen und einem prächtigen Treppenhaus. Generell laden die breiten Treppen der Uferpromenade dazu ein, entspannt zu flanieren und dabei die Aussicht auf den Hafen, die Flussinseln und die umliegenden Grünanlagen zu genießen.

Natürlich ist der Rundgang durch die Stettiner Altstadt damit noch lange nicht vorbei. Doch diese Stationen sollte sich der Besucher auf keinen Fall entgehen lassen. Und im 2. Teil verraten wir, was der Besucher abseits des Rundwegs unternehmen kann.

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Redaktion

Inhaber bei Artdefects Media Verlag
Martin Schuster, 49 Jahre, Reisekaufmann, Timo Kropp, 42 Jahre, Reiseveranstalter und Marie Kusche, 37 Jahre, freiberufliche Reisejournalistin und Backpacker, sowie Christian Gülcan, Betreiber und Redakteur dieser Webseite, schreiben hier Wissenswertes, Tipps und Ratgeber zu Busreisen, Reisezielen und Sehenswürdigkeiten.
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