Tipps für einen Städtetrip nach Straßburg, Teil 2

Tipps für einen Städtetrip nach Straßburg, Teil 2

Paris, Marseille, Lyon, Bordeaux, Cannes, Nizza: Solche Städte kommen einem in den Sinn, wenn es um Ziele für Städtereisen in Frankreich geht. Doch wir haben noch einen anderen Vorschlag. Wahrlich einen Besuch wert, ist nämlich auch Straßburg. Die überaus charmante Stadt im Elsass begeistert mit einer herrlichen Altstadt. Verspielte Fachwerkhäuser, kopfsteingepflasterte Gassen, zahlreiche Kanäle und natürlich das eindrucksvolle Münster prägen hier das Bild.

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Tipps für einen Städtetrip nach Straßburg, Teil 2

Im Kontrast dazu steht das moderne Europaviertel mit seinen Bauten aus Glas und Stahl. Im Winter wiederum verwandelt sich die Stadt an der Ill in einen märchenhaften Weihnachtsmarkt.

Ein Pluspunkt ist, dass Straßburg sehr nah an der deutsch-französischen Grenze liegt. Eine aufwändige Anreise fällt deshalb weg. In einem zweiteiligen Beitrag geben wir Tipps für einen Städtetrip nach Straßburg. Dabei ging es in Teil 1 um die Anreisemöglichkeiten und die Unterkünfte. Außerdem haben wir einen Bummel durch die historische Altstadt gemacht.

Hier ist Teil 2!:

Eine Bootsfahrt auf der Ill

Die Ill verläuft direkt hinter dem Rohan-Palast. Bummelt der Tourist hier entlang, kann er die Gelegenheit nutzen und aufs Boot umsteigen. Am Kai legen sowohl kleine, traditionelle Boote als auch etwas größere Ausflugsschiffe ab.

Die Touren führen durch die Altstadt bis zum Europaviertel und eröffnen tolle Perspektiven. Besonders stimmungsvoll ist eine Bootsfahrt gegen Abend, wenn die Sonne die Stadt in ein warmes, goldenes Licht taucht.

Das Europaviertel in Straßburg

Die Straßburger Altstadt wirkt urig und ist geprägt vom mittelalterlichen Flair. Ein echtes Kontrastprogramm dazu ist das Europaviertel. Hier erwartet den Touristen eine futuristische Architektur, moderne Gebäude aus Stahlkonstruktionen und großen Glasfronten reihen sich aneinander.

In Straßburg befinden sich die Tagungsstätten von vielen sehr wichtigen Institutionen der EU. Dazu gehören das Europaparlament, der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte und der Europarat. Deshalb wird Straßburg auch als die Hauptstadt Europas bezeichnet.

Die Gebäude der Institutionen, die sonst nur wegen ihrer Entscheidungen und Beschlüsse aus den Nachrichten bekannt sind, einmal live und in Farbe zu sehen, ist sicher ein spannendes Erlebnis.

Direkt gegenüber vom Europarat gibt es den Oase Parc de l’Orangerie. Mit einer Fläche von 26 Hektar ist der Park die größte Grünanlage in Straßburg. Spazierwege, Alleen, ein See, herrlich angelegte Blumenbeete und lauschige Plätze sind aber längst nicht alles, was die grüne Oase zu bieten hat.

Vielmehr kann der Tourist hier auch historische Bauwerke wie den Pavillon der Kaiserin Josephine, den Liebestempel oder das kleine Fischerhaus erkunden. Außerdem gibt es im Park einen Mini-Bauernhof, einen Zoo und natürlich Spielplätze für die Kinder. Und für das leibliche Wohl sorgt ein Feinschmecker-Restaurant, in dem auch gerne die Europa-Abgeordneten zu Mittag essen.

Das Straßburger Gerberviertel

Auf der Insel der Ill gab es im 16. Jahrhundert ein Militärkrankenhaus. Vor allem schwere Infektionskrankheiten wurden dort behandelt. Außerdem siedelten sich auf der Insel die Gerber an. Wenn sie die Tierhäute zu Leder verarbeiteten, entstanden ziemlich unangenehme Gerüche. Lange Zeit war das Gerberviertel deshalb alles andere als beliebt, viele Einheimische vermieden es sogar, das Viertel aufzusuchen.

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Inzwischen ist das anders. Das Gerberviertel, das auch Petite France genannt wird, hat sich in den vergangenen Jahrzehnten zu einem der bekanntesten und beliebtesten Postkartenmotive von Straßburg entwickelt.

Hübsche Häuser mit üppigen Blumenkästen und kleine Brücken prägen das romantische Bild. In den verträumten Sträßchen finden sich urige Kneipen, charmante Boutiquen, Läden mit Antiquitäten und Souvenirshops. Direkt am Fluss gibt es außerdem zahlreiche Cafés und Restaurants. Hier kann sich der Tourist eine Pause gönnen und die tolle Atmosphäre genießen.

Der Weihnachtsmarkt in Straßburg

Ab Ende November bis Silvester wird Straßburg zu einem großen Weihnachtsdorf. Überall stehen reich geschmückte Tannen, alles ist festlich beleuchtet, in den Straßen und Gassen verteilen sich hübsche Buden und der Duft von gebrannten Mandeln liegt in der Luft. Der Straßburger Weihnachtsmarkt gehört zu den ältesten Weihnachtsmärkten in Europa und hat der Stadt sogar den Titel Europas Weihnachtshauptstadt eingebracht.

Genau genommen gibt es in Straßburg aber nicht nur einen Weihnachtsmarkt. Stattdessen verteilen sich mehrere Märkte über die Stadt. Auf dem Place Kléber steht alljährlich der größte Weihnachtsbaum. Traditionelles Flair hat der Markt auf dem Platz vor dem Münster zu bieten. Sehenswert ist aber auch der Weihnachtsmarkt am Gutenberg-Platz.

Er steht jedes Jahr unter dem Motto eines Gastlandes und präsentiert Weihnachtstraditionen und kulinarische Köstlichkeiten aus diesem Land. Auch den Christkindelsmärik auf dem Place Broglie sollte sich der Tourist nicht entgehen lassen. Er ist der älteste Weihnachtsmarkt der Stadt, hier nahm die Straßburger Weihnachtstradition ihren Anfang.

Die Gastronomie und das Nachtleben in Straßburg

Gutes Essen ist in Frankreich ein wichtiger Teil der Lebenskultur. Kein Wunder also, dass auch in Straßburg jede Menge Cafés, Bäckereien und Restaurants mit kulinarischen Köstlichkeiten warten.

Anders als die klassische französische Küche, die fein, leicht und edel ist, zeichnet sich die elsässische Küche vor allem durch herzhafte Hausmannskost aus. Ein Flammkuchen, der mit Schmand, Speck und Zwiebeln belegt ist und herrlich duftend frisch aus dem Backofen kommt, ist im Elsass einfach ein Muss.

Obwohl Straßburg viele Touristen anzieht und durch die europäischen Einrichtungen regelmäßig VIPs aus der Politik begrüßt, sind die Preise moderat. Selbst in den Restaurants direkt am Münster gibt ein leckeres 3-Gänge-Menü schon für rund 25 Euro.

Die Metropole an der Ill ist außerdem eine Studentenstadt mit drei Universitäten und mehreren Hochschulen. Die vielen jungen Leute prägen natürlich das Nachtleben.

Am Place du Marché gleich hinter dem Münster findet sich Kneipenviertel, wo der Tourist in entspannter Atmosphäre den einen oder anderen Drink nehmen kann. Auch im Gerberviertel laden urige Bars und chice Clubs dazu ein, die Nacht zum Tag zu machen.

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Martin Schuster, 49 Jahre, Reisekaufmann, Timo Kropp, 42 Jahre, Reiseveranstalter und Marie Kusche, 37 Jahre, freiberufliche Reisejournalistin und Backpacker, sowie Christian Gülcan, Betreiber und Redakteur dieser Webseite, schreiben hier Wissenswertes, Tipps und Ratgeber zu Busreisen, Reisezielen und Sehenswürdigkeiten.

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