Ziele für Busstädtereisen: Ljubljana, 1. Teil

Ziele für Busstädtereisen: Ljubljana, 1. Teil

 

Städte wie Paris, Rom, London, Hamburg, München, Barcelona oder Prag gehören zu den sehr beliebten Zielen für Busstädtereisen. Dabei hat Europa durchaus auch weniger bekannte, dafür aber umso sehenswertere Juwelen zu bieten. Ein Beispiel für einen solchen Geheimtipp ist Ljubljana.

Und weil es sich wirklich lohnt, die slowenische Stadt auf die Wunschliste für die nächsten Urlaube zu setzen, stellen wir die schönsten Sehenswürdigkeiten Ljubljanas in einem dreiteiligen Beitrag vor.  

 

Ziele für Busstädtereisen: Ljubljana

Mit rund 283.000 Einwohnern ist Ljubljana nicht nur die Hauptstadt, sondern gleichzeitig auch die größte Stadt Sloweniens. Die Universitätsstadt, für die in Deutschland und in Österreich mitunter noch der historische Name „Laibach“ verwendet wird, gilt als das politische, das wirtschaftliche und das kulturelle Zentrum des Landes. Wie die Stadt zu ihrem slowenischen Namen kam, wird unterschiedlich erklärt.

So besagt eine Erklärung, dass sich Ljubljana vom lateinischen Flussnamen „aluviana“ ableitet. Eine andere Erklärung lautet, dass der Name der Stadt auf „ljubljena“ zurückgeht, was übersetzt soviel wie „geliebte Stadt“ bedeuten würde.

Die zweite Erklärung klingt nicht nur schöner, sondern passt irgendwie auch besser. Sowohl die Stadtbewohner als auch viele Besucher sind nämlich ganz entzückt von der Stadt. So ist Ljubljana nicht klein und hat alles zu bieten, was eine typische Groß- und Hauptstadt ausmacht, vermittelt aber trotzdem den Charme und das Flair eines verträumten, malerischen Ortes. Im Sommer herrscht mediterrane Ungezwungenheit, im Winter strahlt die Stadt behagliche Gemütlichkeit aus.

Bei einem Bummel durch die Stadt können Gäste Spuren aus allen Epochen der Jahrtausende alten Geschichte entdecken, wobei der Barock und der Jugendstil das Stadtbild am meisten prägen. Dazwischen finden sich immer wieder Parkanlagen, Grünflächen und ein beeindruckender Botanischer Garten. Sie haben Ljubljana den Titel „Grüne Hauptstadt Europas 2016“ eingebracht, verliehen wird der Titel von der Europäischen Kommission.

Neben eindrucksvoller Architektur, viel Kultur und unzähligen Veranstaltungen, die sich über das ganze Jahr verteilen, bezaubert Ljubljana aber auch durch seinen ganz besonderen Charakter. Auf der einen Seite stehen das historische Erbe und die reichhaltige, ausgeprägte Tradition.

Auf der anderen Seite ist der Lebensrhythmus modern und frisch, was nicht zuletzt daran liegt, dass das Durchschnittsalter der Stadtbewohner rund 30 Jahre beträgt. Diese Gegensätze behindern sich aber nicht gegenseitig und konkurrieren auch nicht miteinander, sondern verbinden sich vielmehr zu einer gelungenen Mischung.  

 

Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Ljubljana

Ljubljana hat sehr viele herrliche Sehenswürdigkeiten zu bieten, die zweifelsohne alle einen Besuch wert sind. Jeden Punkt zu nennen, der bei einer Sightseeingtour angesteuert werden könnte, dürfte jedoch kaum möglich sein.

Dazu ist die Auswahl viel zu groß und zu breit gefächert. Wir beschränken uns deshalb auf die Sehenswürdigkeiten, die bei einem Besuch Ljubljanas auf keinen Fall verpasst werden sollten.

 

Die Burg von Ljubljana

Die Burg, die sich majestätisch auf einem Hügel erhebt, ist das Wahrzeichen Ljubljanas schlechthin. Vom Aussichtsturm aus eröffnet sich der mit Abstand schönste Ausblick über die Stadt und das Umland.

Der Aussichtsturm wurde einst als Signalturm errichtet und von einem Wächter bewohnt, nachdem der frühere Turm, der sogenannte Turm der Stadtpfeifer, 1813 abgerissen worden war. Als weiteres Highlight erwartet die Besucher das ehemalige Zuchthaus. Im 19. und 20. Jahrhundert war in der Burg das Landesgefängnis untergebracht.

Heute erzählen Einzelzellen, die renoviert und mit Originalgegenständen ausgestattet wurden, vom Leben der damaligen Gefangenen. Daneben gibt es die Burgkapelle St. Georg, die im gotischen Stil errichtet und später im Barockstil umgebaut wurde.

Zwei ständige Ausstellungen über die slowenische Geschichte und die Geologie im Bereich Ljubljanas sowie ein virtueller Rundgang durch die Geschichte der Burg runden das Angebot ab. Für das leibliche Wohl sorgen zwei Restaurants und wer den Aufstieg auf den Burghügel genießen möchte, kann die Seilbahn nehmen.

Der Eintritt für das Burggelände kostet für Erwachsene 7,50 Euro, bei einer Fahrt mit der Seilbahn sind es 10 Euro. Für einen Euro mehr gibt es eine kombinierte Eintrittskarte, die neben der Burg auch für die Schlösser Tivoli, Fužine und Cekinov grad gilt. Kinder, Senioren, Studenten, Familien und Reisegruppen bezahlen einen ermäßigten Eintritt. Geöffnet ist die Burg ganzjährig.

 

Die Drachenbrücke

Auf der Drachenbrücke, der Zmajski most, thront mit dem Drachen das Stadtsymbol Ljubljanas. Ein Foto mit dem Drachen gilt als Beleg dafür, die slowenische Stadt tatsächlich besucht zu haben. Die Brücke ist aber nicht nur wegen der beeindruckenden Drachenfiguren sehenswert, sondern auch aus architektonischer Sicht überaus interessant.

Um 1900 als reine Stahlbetonkonstruktion erbaut, gehört die Brücke zu den ältesten und größten ihrer Art in Europa. Ursprünglich hieß die Brücke Jubiläumsbrücke, weil sie zur 40-jährigen Herrschaft von Kaiser Franz Josef I. eingeweiht wurde. Anstelle der Drachen sollten eigentlich geflügelte Löwen die Brücke zieren.

Dass es Drachen wurden und die Brücke ihren wunderbaren Jugendstilcharakter erhielt, ist dem Architekten Jurij Zaninović zuzuschreiben. Der Architekt aus Dalmatien, der ebenso wie Jože Plečnik ein Schüler des Wiener Meisters Otto Wagner gewesen war, entwarf die Pläne für die Betonbeläge, die Balustraden mit ihren Leuchten und die kupfernen Drachenfiguren.

 

Der Brunnen der Krainer Flüsse

Der Brunnen der drei Flüsse des Landes Krain steht am Rande des Stadtplatzes und gehört zu den berühmtesten Barockdenkmälern der Stadt. Errichtet wurde der Brunnen zwischen 1743 und 1751 unter Anleitung des venezianischen Architekten und Bildhauers Francesco Robba. Dem Vorbild römischer Brunnen folgend, zieren drei Figuren den Brunnen.

Diese drei Flussgötter stehen wohl für die drei Flüsse Ljubljanica, Krka und Save. Der Brunnen selbst entspricht in seinem Grundriss einem alten Stadtsiegel oder einem Dreiblatt. Robba verbrachte einen Großteil seines Lebens in der slowenischen Hauptstadt und gilt als einer der einflussreichsten Künstler und talentiertesten Meister in Ljubljanas Barockepoche.

Dabei ist der Brunnen der drei Krainer Flüsse das letzte Werk des Künstlers in der Stadt. Nachdem der Brunnen fertig gestellt war, zog der inzwischen verarmte Künstler nämlich weiter nach Zagreb.

 

Die Drei Brücken

Die drei Brücken sind ein Bauwerk des Architekten Jože Plečnik, der das Bild im Stadtzentrum generell maßgeblich prägte und ihm eine unverkennbare urbane Note verlieh. Die Basis für die Drei Brücken, die Tromostovje, bildete eine Holzbrücke aus dem Mittelalter. Die strategisch sehr wichtige Holzbrücke, die immerhin die Verbindung zwischen den Ländern im Nordwesten Europas und dem Balkan war, wurde 1842 durch eine Brücke aus Stein ersetzt.

Zwischen 1929 und 1932 verwandelte Plečnik die Steinbrücke schließlich in ein einzigartiges Bauwerk. Dazu ließ er an die mittlere Brücke beidseitig Fußgängerbrücken anbauen. Anstelle des alten Metallgeländers errichtete er auf allen drei Brücken mit Laternen verzierte Steinbalustraden. Außerdem legte er mit Pappeln bepflanzte Terrassen am Fluss an, die von jeder Brücke aus über eine von zwei Treppen zu erreichen sind.

Die Drei Brücken sind außerdem der Punkt, an dem sich die beiden Achsen im Stadtkonzept des Architekten kreuzen. Die eine Achse ist die sogenannte Wasserachse, die über den Fluss führt, und die andere Achse verläuft vom bewaldeten Hügel Rožnik zu Ljubljanas Burg.

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