Tipps zum ökologischen Reisen

Tipps zum ökologischen Reisen  

Nicht zuletzt die Auswirkungen des Klimawandels erinnern uns auf eindrucksvolle und nachhaltige Weise immer wieder daran, wie wichtig der Umweltschutz ist. Zweifelsohne hat sich das Umweltbewusstsein in den letzten Jahren und Jahrzehnten spürbar weiterentwickelt, aber wenn es um den Urlaub geht, scheint es oft doch ein Stück weit wieder in Vergessenheit zu geraten. 

Wer sich für eine Busreise entscheidet, legt bereits den Grundstein für einen umweltbewussten Urlaub, denn der Reisebus ist ein weitaus umweltfreundlicheres Reisemittel als das Flugzeug oder das Auto.

Allerdings gibt es noch weitaus mehr Möglichkeiten, um den Urlaub so zu gestalten, dass er weder zu Lasten der Umwelt noch zu Lasten der Menschen im Zielland geht. Dabei bedeutet ökologisches Reisen keineswegs, dass der Urlauber ein schlechtes Gewissen haben muss, wenn er sich Komfort und Luxus gönnt oder liebgewonnen Urlaubsgewohnheiten nachgeht.

Natürlich sollen auch beim ökologischen Reisen Erholung, Spaß und Abenteuer im Vordergrund stehen. Es geht beim umweltbewussten und umweltfreundlichen Reisen in erster Linie darum, respektvoll mit der Natur und den Mitmenschen umzugehen.  

Das ist sehr viel einfacher umsetzbar ist, als viele denken,
beweist die folgende Übersicht mit den wichtigsten Infos und Tipps zum ökologischen Reisen:
 

Das Reisegepäck und die Vorkehrungen zu Hause

Der umweltbewusste Urlaub fängt im Grunde genommen schon mit dem Packen der Koffer an. Neben den üblichen Utensilien wie Kleidung und Kosmetika gehören dabei auch nützliche Dinge in den Koffer. Dies sind beispielsweise Akkus und das Aufladegerät, denn in vielen Ländern ist das Entsorgen von leeren Batterien sehr problematisch. 

Außerdem können zwei, drei Einkaufstaschen nicht schaden, denn so können die vielen Plastiktüten bei Einkäufen eingespart werden. Wer am Urlaubsort Museen, Kirchen und andere Stätten besuchen möchte, sollte die kulturellen Gepflogenheiten beachten. Oft reicht hierfür dann schon ein einfaches Tuch aus, das den Kopf und die Schultern bedeckt.

Die Wohnung wird urlaubsbereit gemacht, indem Geräte, die im Stand-by-Modus laufen, ausgeschaltet werden. Gleiches gilt für den Warmwasserspeicher, der nicht ständig nachheizen muss. Anders hingegen ist dies bei der Heizung, denn die Räume sollten nicht vollständig auskühlen. Wird die Heizung nach der Rückkehr voll aufgedreht, um die Räume schnell wieder aufzuheizen, belastet dies nicht nur die Umwelt, sondern auch den Geldbeutel.  

Die Unterkunft

Es gibt mittlerweile eine Reihe von Öko-Hotels, die sehr viel Wert auf Umweltschutz legen. Diese Hotels sind umweltfreundlich gebaut und eingerichtet, werden umweltbewusst geführt, bieten umweltschonende Freizeitaktivitäten und servieren Bio-Kost aus dem Umland. 

Ganz so weit muss es aber nicht gehen, denn es reicht schon völlig aus, wenn der Urlauber eine Unterkunft auswählt, die vor allem einheimische Arbeitskräfte beschäftigt und nicht nur auf billige Saisonkräfte setzt. Zudem sind große Hotelanlagen oft die umweltschonendere Lösung, denn ein großes Hotel beansprucht weniger Raum und kann die Energie oft besser ausnutzen als viele kleine Ferienhäuser. Der Umweltschutz fängt aber in erster Linie beim Urlauber selbst an. 

Es gibt keinen Grund, weshalb der Urlauber mit Wasser und Strom nicht genauso sparsam umgehen sollte wie zu Hause, vor allem in Ländern, in denen Trinkwasser knapp und Strom ein wertvolles Gut ist. Zu Hause werden Handtücher üblicherweise mehrfach verwendet und auch die Bettwäsche wird nicht jeden Tag gewechselt. 

Insofern muss dies auch im Urlaub nicht der Fall sein. Zu den Selbstverständlichkeiten sollte außerdem gehören, seinen Müll nicht einfach am Strand oder in der Natur liegen zu lassen, weder zu Hause noch im Urlaubsland.  

Die Verpflegung

Wer in ein fremdes Land reist, möchte dieses Land und seine Kulturen und Traditionen kennenlernen und Neues erkunden. Hierzu sollte auch gehören, sich mit der regionalen Küche zu beschäftigen, denn schließlich müssen es im Urlaub nicht immer nur Schnitzel und Bratwurst sein. 

Wer auf die regionale Küche setzt, verhält sich aber nicht nur umweltfreundlich, sondern profitiert auch in anderer Hinsicht. Da die verarbeiteten Zutaten frisch angeliefert werden und keine langen Transportwege hinter sich haben, schmecken sie deutlich besser. 

Fische beispielsweise, die auf Kuttern schon tief gefroren werden und erst um die halbe Welt reisen, können mit Fischen, die fangfrisch von örtlichen Fischern gekauft und direkt verarbeitet werden, geschmacklich nicht mithalten. Hinzu kommt, dass der Urlauber auf diese Weise auch dazu beiträgt, dass Arbeitsplätze in der Region erhalten bleiben.  

Das Verhalten

Auf den ersten Blick wird vielleicht nicht sofort ersichtlich, weshalb sich ein respektvolles Verhalten, das die Traditionen, Kulturen und Mentalitäten im Urlaubsland berücksichtigt, auf den Umweltschutz auswirken sollte. 

Wer sich aber die großen und bekannten Touristenregionen ansieht, wird schnell feststellen, dass von den ursprünglichen Landschaften und Bildern oft nur noch wenig übrig ist. Das Leben in solchen Regionen ist auf Touristen ausgerichtet, weshalb Hotels, Cafés, Restaurants und Souvenirläden das Bild dominieren. Sicherlich entstehen dadurch Arbeitsplätze, aber fraglich ist, ob wirklich jedes Fleckchen Erde touristengerecht genutzt werden muss oder ob es nicht viel sinnvoller wäre, die ursprünglichen Lebensräume, Kulturen, Gewohnheiten und Traditionen beizubehalten. 

Für den Urlauber bedeutet das letztlich, dass er bereit sein sollte, sich auf ein Land einzulassen, denn nur so bleiben seine Besonderheiten langfristig erhalten. 

Die Aktivitäten vor Ort

Wer ursprüngliche Landschaften mit all ihren Besonderheiten erleben und genießen möchte, sollte darauf achten, dass er umweltverträgliche Methoden wählt. Sicherlich macht es großen Spaß, mit einem Quad durch Sanddünen zu heizen, sehr umweltfreundlich ist das allerdings nicht.

Das bedeutet aber nicht, dass der Urlaub deshalb langweilig sein muss und Sehenswürdigkeiten nur mit dem Bus, dem Sammeltaxi, dem Fahrrad oder zu Fuß erkundet werden sollen. Viele Einheimische bieten vor Ort interessante Aktivitäten an, beispielsweise Floßfahrten, Wandertouren oder Kamelritte durch die Wüste. 

Solche Aktivitäten belasten die Natur kaum, sind aber gleichzeitig unvergessliche und eindruckvolle Erlebnisse.

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Thema: Tipps zum ökologischen Reisen  

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Inhaber bei Artdefects Media Verlag
Martin Schuster, 49 Jahre, Reisekaufmann, Timo Kropp, 42 Jahre, Reiseveranstalter und Marie Kusche, 37 Jahre, freiberufliche Reisejournalistin und Backpacker, sowie Christian Gülcan, Betreiber und Redakteur dieser Webseite, schreiben hier Wissenswertes, Tipps und Ratgeber zu Busreisen, Reisezielen und Sehenswürdigkeiten.
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