Busreisen als sichere Reiseart

5 Gründe,

warum Busreisen zu den sehr sicheren Reisearten gehören 

Zweifelsohne spielt der Sicherheitsaspekt bei der Wahl des Reisemittels eine ebenso wichtige Rolle wie der Preis der Reise oder das Reiseziel. 

Reisebusse gelten als eines der sichersten Verkehrmittel überhaupt und die jährlichen Unfallzahlen liegen deutlich unter denen von Reisen mit dem Auto, dem Flugzeug oder der Bahn, was die Busreise wiederum als sichere Reiseart bestätigt. 

Hier die fünf Gründe dafür:

1.       Die Lenk- und Ruhezeiten sind streng geregelt. 

Seit April 2007 ist eine Lenk- und Ruhezeitenverordnung in Kraft, die besagt, dass die Tageslenkzeit neun Stunden nicht überschreiten darf. Lediglich an zwei Tagen pro Kalenderwoche darf sie auf zehn Stunden erweitert werden. Nach spätestens viereinhalb Stunden muss der Fahrer eine Pause machen und seine Lenkzeit für mindestens 45 Minuten unterbrechen. 

Die gesamte Lenkzeit in einer Woche darf nicht mehr betragen als 56 Stunden, bei einer längeren Reise darf der Fahrer innerhalb von zwei aufeinanderfolgenden Wochen nicht länger fahren als 90 Stunden. Als Ruhezeit sind elf zusammenhänge Stunden pro Tag vorgeschrieben, allerdings kann diese Ruhezeit auch in zwei Abschnitte von einmal drei und einmal neun Stunden aufgeteilt werden. 

2.       Sicherheitsgurte und Anschnallpflicht. 

Seit Ende 1999 müssen alle Busse, die neu zugelassen werden, mit Sicherheitsguten ausgestattet sein. In allen Bussen, die über Sicherheitsgurte verfügen, besteht seit 2004 Anschnallpflicht für die Fahrgäste, was wie auch beim Auto die Verletzungsgefahr bei plötzlichen Bremsmanövern oder bei Unfällen deutlich reduziert.

3.       Die Busfahrer werden regelmäßig untersucht. 

Ab dem fünfzigsten Lebensjahr müssen sich Busfahrer regelmäßig medizinisch untersuchen lassen. Im Rahmen dieser Untersuchungen werden neben allgemeinen medizinischen Aspekten insbesondere die Konzentrationsfähigkeit, die Reaktionsgeschwindigkeit, die Orientierungsfähigkeit sowie die Belastbarkeit eingehend geprüft.

4.       Moderne Bremssysteme und regelmäßige technische Überprüfungen. 

Moderne Reisebusse sind mit mehreren voneinander unabhängigen Bremssystemen ausgestattet, und zwar in Form von einer Radbremse mit Anti-Blockier-System, einer verstärkten Motorbremse sowie einer sogenannten verschleißfreien Retarder-Bremse. 

Zudem verfügen moderne Reisebusse über einen zusätzlichen Tempobegrenzer, der abriegelt, wenn der Reisebus höhere Geschwindigkeiten als 100 Kilometer pro Stunde erreicht. Reisebusse, die in Deutschland zugelassen sind, werden einmal jährlich im Rahmen der Hauptuntersuchung und einmal pro Quartal technisch überprüft. Die Bremssysteme werden darüber hinaus einmal pro Jahr gesondert kontrolliert.

5.       Strenge Kontrollen hinsichtlich des Sicherheitsstandards. 

Jedes Jahr veröffentlicht das Bundesamt für Verkehr eine Beanstandungsquote, in der sich der hohe Sicherheitsstandard wiederspiegelt. So ist die Quote der in Kontrollen beanstandeten Reisebusse seit 1994 konstant gesunken und liegt derzeit bei 8 von 100 Reisebussen, wobei es sich hierbei meist um Reisebusse handelt, die im Ausland zugelassen sind.

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Martin Schuster, 49 Jahre, Reisekaufmann, Timo Kropp, 42 Jahre, Reiseveranstalter und Marie Kusche, 37 Jahre, freiberufliche Reisejournalistin und Backpacker, sowie Christian Gülcan, Betreiber und Redakteur dieser Webseite, schreiben hier Wissenswertes, Tipps und Ratgeber zu Busreisen, Reisezielen und Sehenswürdigkeiten.
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