Die wichtigsten Regeln am FKK-Strand

Mit dem Bus in Urlaub –

die wichtigsten Regeln am FKK-Strand 

Vor allem in den vergangenen Jahren hat sich im Bereich des FKK einiges getan. So gibt es nicht mehr nur FKK-Strände und -Badeseen, sondern auf ausgewiesenen Wegen wird auch nackt gejoggt, gewandert oder Fahrrad gefahren und sogar Straßenfeste und Umzüge in Freikörperkultur werden veranstaltet. 

Teilweise haben die Veranstaltungen einen gesellschaftspolitischen Hintergrund oder stellen eine Protestaktion dar. 

Sehr viel häufiger ist jedoch, dass die Menschen schlichtweg Spaß am Nudismus oder Naturismus haben und nachdem sich scheinbar immer mehr für FKK begeistern, wächst auch die Anzahl an möglichen Lokalitäten stetig. Dabei ist das Nacktbaden noch immer die häufigste Variante der Freikörperkultur. 

Wer eine Busreise in eine der typischen Touristenregionen unternimmt, wird also sicherlich auch einen Strand oder See finden, der als FKK-Bereich ausgewiesen ist. Allerdings gibt es gerade beim FKK gewisse Gepflogenheiten, die unbedingt eingehalten werden sollten. 

Im Sinne von Reisetipps für den Busurlaub
hier daher die wichtigsten Regeln am FKK-Strand in der Übersicht: 

Die Grundregeln einhalten.

Zunächst einmal gelten an einem FKK-Strand die üblichen Verhaltensregeln. Das bedeutet, ein höflicher Umgangston, ein respektvolles Verhalten, Toleranz und Rücksichtnahme anderen Badegästen gegenüber sollten auch am Nachtbadestrand selbstverständlich sein. Daneben hat jeder Strand aber auch bestimmte Hausregeln. Diese sind auf einem Hinweisschild aufgeführt, das meist direkt am Eingang oder an einer anderen zentralen, gut einsehbaren Stelle zu finden ist.

Wer sich nicht an die Hausregeln hält, muss nicht nur mit schiefen Blicken rechnen, sondern kann auch des Strandes verwiesen werden. Bei besonders schweren Verstößen kann unter Umständen sogar eine Anzeige drohen. Typisch an FKK-Stränden ist übrigens ein Fotoverbot.

Zudem sind auch Handys normalerweise nicht erlaubt, denn die meisten verfügen mittlerweile über eine integrierte Kamera. Laptops sind zwar oft nicht ausdrücklich verboten, wegen der eingebauten Kamera aber nicht gern gesehen.  

Keine Kleidung tragen.

Ist ein Strand oder Badesee ausdrücklich als FKK-Bereich ausgewiesen, so handelt es sich tatsächlich auch um eine FKK-Zone. Die Hausregeln besagen meist, dass die Textilfreiheit für alle Erwachsenen verbindlich ist und wer den Bereich betritt, akzeptiert damit gleichzeitig auch die Hausregeln. Das bedeutet, dass alle Gäste zustimmen, sich vollständig zu entkleiden. 

Durch diese Regelung soll verhindert werden, dass Menschen in den Bereich kommen, die lediglich schauen möchten, sich selbst jedoch nicht ausziehen. Aber selbst wenn in den Hausregeln nicht ausdrücklich festgelegt ist, dass sich Badegäste ihrer Kleidung zu entledigen haben, sollten die Spielregeln eingehalten werden. Zum FKK gehört es eben dazu, nackt zu sein, und wer lieber bekleidet bleiben möchte, sollte auf einen normalen Strandabschnitt ausweichen. 

Kinder und Jugendliche haben Sonderrechte.

Auch wenn selbst an normalen Stränden kleinere Kinder häufig nackt baden und spielen, wird immer wieder argumentiert, dass dies Menschen mit pädophilen Neigungen erregen und zu Übergriffen stimulieren könnte. Auf dem Nacktbadestrand wird dieses Argument ein Stück weit dadurch entkräftet, dass FKK-Anhänger das Nacktsein nicht als etwas Besonderes, sondern ganz im Gegenteil als völlig normal, natürlich und angenehm empfinden. 

Trotzdem gelten für Kinder und Jugendliche Sonderrechte. Selbst wenn für Erwachsene die Textilfreiheit verbindlich vorgeschrieben ist, dürfen Kinder bekleidet bleiben. Gleiches gilt für Jugendliche, die sich spätestens mit Einsetzen der Pubertät oft schämen, sich nackt in der Öffentlichkeit zu bewegen. 

Kommentare und Anstarren sind tabu.

Beim FKK geht es darum, die ursprüngliche Natürlichkeit zu genießen. Während im Alltag kleinere Problemzonen gerne durch Kleidung kaschiert werden, darf sich am Nacktbadestrand jeder frei und unbeschwert fühlen, unabhängig davon, wie sein Körper geformt ist und aussieht. Damit beinhaltet FKK auch die Toleranz und Akzeptanz von Nacktheit in allen möglichen Ausprägungen. Blöde Bemerkungen und abfällige Kommentare über andere sind daher nicht nur äußerst unhöflich, sondern ein solches Verhalten wird in vielen Fällen auch nicht geduldet. 

Gleiches gilt für zu langes und ausgiebiges Mustern. Natürlich muss sich niemand mit imaginären Scheuklappen auf dem FKK-Strand bewegen und ständig wegschauen, wenn er jemandem begegnet, aber ein penetrantes Anstarren bringt einem schnell den Ruf eines unerwünschten Spanners ein. Übrigens zeugt es auch von Respekt, einen gewissen Abstand zu wahren. Jeder Mensch hält instinktiv eine bestimmte Distanz ein, wenn er sich beispielsweise mit jemandem unterhält. 

Beachtet der Gesprächspartner den eigenen Wohlfühlabstand nicht, erzeugt dies ein unangenehmes Gefühl und die Distanz wird durch einen Schritt zurück intuitiv wieder vergrößert. Für erfahrene und begeisterte FKK-Anhänger macht es oft keinen großen Unterschied, ob sie nackt oder angezogen sind. Neulinge fühlen sich nackt jedoch oft noch ein wenig unsicherer. Aus diesem Grund ist es gerade auf dem FKK-Strand wichtig, den Wohlfühlabstand anderer zu respektieren.  

Kein Sex!

Während einige Paare ihr Sexualleben ausschließlich in den eigenen vier Wänden und geschützt hinter geschlossenen Türen zelebrieren, hat es für andere Paare einen ganz besonderen Reiz, in der Öffentlichkeit Sex zu haben und vielleicht sogar dabei erwischt oder beobachtet zu werden. Nun wissen die meisten zwar, dass Sex in der Öffentlichkeit eigentlich verboten ist. 

Viele gehen aber davon aus, dass ein abgegrenzter FKK-Abschnitt kein öffentlicher Bereich ist. Zudem unterstellen viele, dass ein ungezwungener Umgang mit dem Nacktsein automatisch auch eine lockere Einstellung zu Sex beinhaltet. 

Beides ist allerdings nicht der Fall. Sexuelle Handlungen sind immer dann strafbar, wenn sie öffentliches Ärgernis erregen, sich andere also gestört gefühlt. Für den FKK-Strand gilt dies genauso wie für alle anderen Bereiche auch. Außerdem geht es beim FKK nicht um Sexuelles, sondern ausschließlich um eine körperliche Natürlichkeit. Ob jemand sehr offen oder eher prüde mit dem Thema Sex umgeht, lässt sich also nicht davon ableiten, ob er einen FKK-Strand besucht.

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Martin Schuster, 49 Jahre, Reisekaufmann, Timo Kropp, 42 Jahre, Reiseveranstalter und Marie Kusche, 37 Jahre, freiberufliche Reisejournalistin und Backpacker, sowie Christian Gülcan, Betreiber und Redakteur dieser Webseite, schreiben hier Wissenswertes, Tipps und Ratgeber zu Busreisen, Reisezielen und Sehenswürdigkeiten.

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